Bitte ein wenig mehr Rücksichtnahme seitens der Busfahrer

Berlin

Ich beneide die Busfahrer wirklich nicht, müssen sich mit dem Verkehr rumärgern, sicherlich gibt es immer wieder auch Ärger mit Passagieren. Eher selten fahre ich mit dem Bus, bin mit dem Rad unterwegs. Aber leider passiert es mir immer wieder in der Ortolfstraße in 12524 Berlin-Altglienicke, dass mich Busse überholen und die Busfahrer einfach nicht beachten, dass ich mich auch fortbewege und nicht stehe. Insbesondere möchte ich ein Ereignis am 20. November 2012 um 07:40 Uhr ansprechen:

Der Bus mit dem Kennzeichen B-V 4352 (Schlenki) hat mich als fahrenden Radfahrer überholt und ist unmittelbar, nachdem mich quasi der Fahrer überholt hat, sofort wieder eingeschert. Es handelte sich bei dem Bus um einen langen Bus. Ich habe schon sehr abgebremst (bin ja eh nur mit ca. 20 km/h unterwegs), konnte aber aufgrund des rechts von mir befindlichen Bordsteines auch nicht anhalten. Zwischen dem Bus und mir war es nur noch ein Zentimeterspiel. Der Bus hätte mich fast mitgenommen. Ich habe inständig gehofft, dass der gesamte Bus endlich vorbei ist und er mich bitte nicht streift.

Leider passiert mir das genau in dieser Straße immer wieder. Ich möchte wirklich keine Busfahrer kritisieren, denn durch die dort parkenden Autos haben sie es auch nicht leicht. Aber ich habe als Radfahrer gar keine Chance, den "Fastzusammenstoß" zu vermeiden. Die Busse werden auch immer leiser, so dass ich nicht immer bemerke, dass ein Bus mich überholen wird. Hin und wieder weiche ich auf den Bürgersteig aus, das kann aber auch nicht der Normzustand sein.

Ich habe daher eine riesige Bitte an die Busfahrer, dass, sofern sie dann einen Radfahrer überholt haben, nicht gleich wieder einscheren, denn, wie schon gesagt, sie bewegen sich ja auch fort und können sich nicht in Luft auflösen oder im Erdboden verschwinden. Es ist wirklich nicht schön, von einem Bus gestreift zu werden.

Vielleicht kann man die Busfahrer auf diese Situationen bitte noch einmal hinweisen. Ich weiß, dass Radfahrer allgemein lästig sind, aber trotzdem ist es sehr unschön, zitternd abwarten zu müssen, bis der Bus endlich vorbei ist.

Meine Forderung an Berliner Verkehrsbetriebe:

Stellungnahme

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Liebe Diana, auch ich bin Radfahrer und habe so einiges erlebt, darum habe ich mir angewöhnt grundsätzlich zu geparkten Fahrzeugen einen Abstand (Lenkermitte - Fahrzeugspiegel) von 1,5 m einzuhalten, bei kritischen Stellen fahre ich in der Mitte meiner Fahrspur um Autofahrer vor leichtfertigen Unsinn zu bewahren, wenn die dann trotzdem überholen wollen müßen sie schon in den Gegenverkehr.
Nehmen Sie einfach die Rechte wahr die Sie als Verkehrsteilnehmer / Radfahrer haben, mit viel Hirn und viel mehr Vorausschau, aber auch selbstbewußt auf der Fahrbahn bewegen.

Also ich frage mich wirklich, Sie wissen nun, dass diese Strasse gefährlich ist, geraten in schöner Regelmässigkeit in brenzlige Situationen- wie kann man dann nur als Radfahrer dieses tägliche Risiko eingehen? Natürlich muss der Busfahrer besser aufpassen, ist ja keine Frage. Aber was nützt Ihnen Ihr Recht, wenn Sie schwerverletzt im Rinnstein liegen? Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass Radfahrer bspw beim Überqueren einer grünen Ampel (also wenn die Autofahrer von einer Haupstraße abbiegen wollen und den Radfahrer, der grün hat, durchlassen müssen-) also dass die Radfahrer dann einfach weiterfahren, weil sie ja grün haben- ohne sich zu vergewissern ob auch jedes Auto anhält. Das ist echt Leichtsinn und Naivität pur, denn irgendein Autofahrer wird immer versagen und den Radfahrer übersehen, und schon liegt man mit schweren Knochenbrüchen in einer Spezialklinik und hat sein Leben lang darunter zu leiden. Bitte was nützt es einem denn dann, dass man ja Vorfahrt hatte?

Selbst wenn dieser eine Busfahrer sein Verhalten verbessert, werden Sie früher oder später wieder in eine brenzlige Situation geraten, genauso wie all die Radfahrer, die auf Landstrassen fahren und sich einem immens hohen Risiko aussetzen, vielleicht ohne sich dessen bewusst zu sein.

Daher lieber mal einen Umweg fahren oder notfalls auch einen gefährlichen Abschnitt lieber meiden, absteigen und auf dem Bürgersteig das Rad schieben.

Von der entsprechenden Firma hat sich bei mir niemand gemeldet.