Bei meiner Suche nach einer Mietwohnung in Stuttgart wurde ich am 13.12.2012 von Frau M. von der Firma "DREFS IMMOBILIEN" angerufen. Es ging um eine Dachgeschosswohnung in Stuttgart, an der ich bereits mein Interesse angekündigt hatte.
Nachdem Frau M. meine erste Frage zu der Wohnung beantwortet hatte, wollte sie meinen Namen nochmal wissen. Daraufhin wollte sie auch wissen, aus welchem Land ich komme. Ich habe ihr wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich einen deutschen Ausweis besitze, ursprünglich jedoch aus Bulgarien komme.
Ihre Antwort darauf lautete wörtlich: "Das geht nicht! Keine Bulgaren!" Auf meine Frage, was meine Herkunft mit der Wohnungsvermietung zu tun hat, hat Frau M. geantwortet, dass es zuletzt Probleme mit Bulgaren in dieser Wohnung gegeben habe und daher Bulgaren grundsätzlich unerwünscht seien. Daraufhin habe ich mein Interesse an der Wohnung zurückgezogen und das Gespräch beendet.
Aus meiner Sicht ist es inakzeptabel, so behandelt zu werden.
Meine Forderung an Drefs Immobilien:
Eine Entschuldigung wäre angebracht.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 16
Und wenn es beim nächsten Mal Probleme mit deutschen Mietern in dieser Wohnung geben sollte?
Werden dann etwa auch kategorisch alle Deutschen als zukünftige Mieter abgelehnt?
In den Köpfen mancher Leute scheint offener Rassismus wohl nach wie vor einen hohen Stellenwert zu genießen.
Hier können Sie sich zu Ihrem Fall auch beraten lassen:
http://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/Hilfe/hilfe_node.html
Ich würde, falls Zeugen das bestätigen können, klagen. Das gibt eine nette Entschädigung.
Ist doch gut, dass die Dame Ehrlich war. Die meisten Vermieter würden lügen. Nächste mal nicht die ganze Lebensgeschichte erzählen sondern nur "deutsch" antworten.
An wen man vermietet, bleibt letztendlich jedem Eigentümer selbst überlassen. Wenn es mit bestimmten Mentalitäten überdurchschnittlich oft Probleme gibt, ist es doch verständlich und nachvollziehbar, dass man lieber Abstand davon nimmt.
@ 4103281Dann findet man aber einen freundlichen Satz für die Absage der nicht auf die Herkunft abzielt. So schwer ist das nämlich nicht und angreifbar macht man sich auch nicht.
Http://www.ksta.de/koeln-uebersicht/gericht--an-neger-vermieten-wir-nicht-,16341264,12778922.html
@4718438
sicher kann und sollte man es hübscher verpacken, allerdings ist eben jeder Mensch anders. Heutzutage sagen die Menschen nicht mehr das was sie wirklich denken, sondern lächeln dich vorneherum an und hintenrum finden sie dich zum k., daher kann man geteilter Meinung darüber sein, ob man lieber heucheln und lügen oder einfach direkt sagen sollte was man wirklich denkt.
Es ist ja auch immer eine persönliche Einschätzung des Vermieters. Ich würde als Eigentümer auch Abstand von bestimmten Personengruppen nehmen, wo ich aufgrund persönlichen Erfahrungen davon ausgehen kann, dass sie Ärger machen KÖNNTEN; ich möchte auch keine DEUTSCHEN Snobs bei mir im Haus wohnen haben, die sich über jede Fliege an der Wand beschweren- solche Mieter gibt es nämlich auch. Aber das sind alles ganz persönliche Einschätzungen. Ich kenne einige Vermieter, die mit türkischen Familien nur Ärger haben- da kann ich verstehen, dass sie dann auch Abstand davon nehmen. Eine traditionell türkische Familie im Haus zu haben bedeutet ja oftmals viele Kinder, viel Besuch von anderen Familienmitgliedern, viel Lärm, Störung der anderen Mieter, nicht gut deutsch sprechende Eltern, Pfichten die diese Mieter nicht einhalten (Treppenhausreinigung), oftmals wird das Treppenhaus als Flur und Zwischenlager missbraucht, Ruhezeiten werden nicht eingehalten, alles wird zugemüllt usw- es ist nunmal eine andere Mentalität und man stößt oft auf taube Ohren. Und jeder Eigentümer möchte, dass seine Mieter miteinander auskommen, dass Ruhe im Haus ist und eben nicht jeder passt ins selbe Haus. Hat man in einem Haus nur sehr ruhige Mieter, die auch viel Ruhe möchten, muss man da dann unbedingt eine Großfamilie einquartieren (egal ob deutsch oder türkisch oder sonstwas)? Es sollte schon passen. Aber wenn man keine Großfamilie haben möchte, ist man ja sofort kinderfeindlich eingestellt. Ich finde es muss passen, da es sonst immer zu Problemen und Konflikten kommt. Und wenn in einem Haus nur Mieter wohnen, die keine Tiere und / oder Kinder dort haben wollen, muss ich das als Eigentümer (in meinem eigenen Interesse) leider berücksichtigen oder mich dauerhaft mit allen Mietern auseinandersetzen. Man sollte daher nicht immer gleich von Ausländerfeinlichkeit sprechen sondern das so sehen, wie es gemeint ist- die Mentalität ist eine andere und die passt nicht in jedes Haus. Natürlich ist es für den Betroffenden nicht schön, dass er in eine Schublade gesteckt wird, nur weil seine Landsleute Mist bauen- aber mir wäre mein Interesse in diesem Fall als Eigentümer eben auch wichtiger.
Ich als Vermieter würde es nicht so deutlich formulieren. Aber einen Mietvertrag würden Sie von mir auch nicht bekommen. Sie haben eben das Pech, dass Sie zu einer Gruppe gehören, die sich hier leider häufig nicht an die geltenden Regeln hält. Und warum sollte ich als Vermieter ein Risiko eingehen.
@6726641
Sie haben Pech, dass Sie zu einer Gruppe gehören, die sich hier leider häufig nicht an die geltenden Regeln hält. Was ist das denn für ein Bl. ö.d. sinn? Soll man jetzt schon seine Herkunft verleugnen, nur um eine Wohnung zu bekommen? Als Vermieter geht man grundsätzlich bei jedem potenziellen Mieter ein Risiko ein. -Es gibt nähmlich auch zahlreiche Deutsche Mitbürger bei denen Regeln ein Fremdwort ist.
Jeder Vermieter wird jegliches Risiko von vornherein ausschließen, die geltende Gesetzeslage zu Gunsten der Mieter lässt ihm da leider keinen Spielraum.
Wie man das den Interessenten beibringt ist eine andere Sache.
Sicher kann man den Menschen immer nur bis vor den Kopf schauen. Aber ich würde auch kein zusätzliches Risiko eingehen wollen. Wenn mir der Mieter sehr symphatisch ist, ist mir die Nationalität auch egal. Aber wer kein deutsch kann, hat schon verloren. Deutsche Mieter sind oftmals auch alles andere als pflegeleicht, weil sie eben sehr spießig und engstirnig sind. Alles muss immer pefekt sein, zudem haben viele einen übertriebenen Putzfimmel oder stehen den ganzen Tag hinter ihrer Gardine oder lauern einem ala "Else Kling" im Treppenhaus auf, viele deutsche Mieter sind etepetete, vor allem viele Frauen. Den ganzen Tag auf Stöckelschuhen unterwegs und schmeissen mit den Türen, sich aber über andere beschweren.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Von einem kurzen Telefongespräch und der Herkunft auf Mentalität zu schließen - das hat mit Risikoausschluß nichts zu tun. Das nennt sich "Vorurteile".
Stuttgart, das Zentrum der Schwaben. Man glaubt es nicht, wie "weltoffen" sich manche Mitmenschen präsentieren. Pferdle und Äffle (wer kennt nicht die beiden lustigen Gestalten aus dem Fernsehen) schämen sich für bestimmt dieses Verhalten der Maklerin.