Ich habe den Ärger mit DHL so satt. In den letzten Tagen habe ich beinahe 10! € ausgegeben, nur um in der Warteschleife der Beschwerdenummer (kostenpflichtig: 14 ct pro angefangener Minute) fest zu stecken. Mein Paket sollte angeblich am 5. Januar bei mir eintreffen. Am 7. bekam ich einen Brief folgenden Inhalts: Der Zusteller habe mich nicht angetroffen, ich solle die Sendung bei einer Abholfiliale (die leider nur via S-Bahn zu erreichen ist) abholen. Das sah ich nicht ein. Schließlich hatte ich das Porto für die Zustellung bereits bezahlt.
Ich wählte also die auf der Benachrichtigung angegebene Nummer und bat nach endlos langer Warterei, mir einen neuen Zustelltermin zu nennen. Ich beschwerte mich bei der Dame am anderen Ende, sagte ihr, dass ich sehr wohl zu Hause gewesen wäre und den Lieferkundendienst nur schwer nachvollziehen könne. Die Dame reagierte sehr freundlich und verständnisvoll und nannte mir einen neuen Zustelltermin. Ich nahm mir also frei, um erneut auf mein Paket zu warten.
Tatsächlich kam der DHL Bote, hatte aber lediglich ein Päckchen für die Nachbarin dabei, das ich annahm, um es später bei ihr abzugeben. Also rief ich noch einmal bei der Beschwerdestelle an, nahm erneut die Warteschleife in Kauf und hatte schließlich eine Frau K. an der Strippe. "Wie lautet denn Ihre Beschwerdenummer?", fragte sie mich. Die wusste ich nicht. Sie war mir bei der ersten Beschwerde nicht genannt worden. Frau K. versprach mir, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Ich legte auf. Dann fiel mir ein, dass auch sie mir keine Beschwerdenummer genannt hatte, wählte die Nummer erneut und begab mich wieder in die Warteschleife, aus der mich schließlich eine Frau Kl. erlöste. Eine Frau K. kenne sie nicht, das sei unmöglich, da es sich bei ihrer Arbeitsstelle um ein bundesweit operierendes Callcenter handle. Auch diese Dame war zunächst freundlich, bis mir aufgrund meiner wachsenden Erregung der Terminus: "DHL Pfeifen" heraus rutschte. Immerhin bekam ich von ihr eine Beschwerdenummer und einen neuen Auslieferungstermin, der abzuwarten wäre.
Erstaunlicher Weise erlebte meine Schwiegermutter in diesen Tagen etwas ganz ähnliches. Sie wohnt in einer betreuten Wohnanlage, ist gehbehindert, und war angeblich zu dem angekündigten Auslieferungstermin ihrer erwarteten Sendung in ihrem Apartment nicht anzutreffen. Auf die Idee, das Paket an der Rezeption der Einrichtung abzugeben, war der Zusteller wohl nicht gekommen.
Ich rate allen ab, mit DHL zu arbeiten. Ups, dpd und Hermes sind sehr viel zuverlässiger und freundlicher. Auch fände ich es gut, wenn man die Beschwerden bündeln könnte und eine Riesenaktion gegen den schlecht funktionierenden Dienstleister in Angriff nähme. Es geht nicht nur um das Geld - auch wenn zwei Tage Verdienstausfall und 10 € für eine unsägliche Telefonwarteschleife nicht nichts sind - sondern in erster Linie um den Dienst, der schlecht verrichtet wird, obwohl er bezahlt worden ist; und das nicht gerade gering. Vielleicht mit einer Unterschriftenaktion beginnen.
Würde es denn etwas bringen, wenn man eine Sammelklage gegen die Post einleitete?
Auf alle Fälle: Boykott!
Meine Forderung an DHL:
Stellungnahme
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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Hermes, DPD und Co. sind MINDESTENS genauso schlecht!
Sollte das nicht mal so sein, das die Zeit in der Warteschleife nicht mehr berechnet werden darf?
Komischerweise hatte ich als DHL-Zusteller gerade heute erst wieder 2 Leute die nicht mitbekommen haben, dass ich geklingelt habe und mich jeweils erst gesehen haben wo ich schon auf dem Weg zum Nachbar war.
@Arti
Ja das ist so.
Habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Mein Tip: andere Dienstleister in Anspruch nehmen.
ReclaBoxler-4224287 - Ich kann mir schon vorstellen, dass der eine oder andere die Klingel nicht hört, aber in dem beschriebenen Fall kann man davon ausgehen, dass der Kunde extra aufmerksam war - zumindest beim 2. Mal. Tatsache ist, dass die Post immer weniger Leute einstellt und schlecht bezahlt. Da ist es kein Wunder, wenn nicht alles so reibungslos abläuft wie es berechtigt gewünscht wird bei den Portopreisen.
Der Kunde ist selbst schuld, wenn er sich das gefallen lässt. Man muss recherchieren, was in die Wege geleitet werden kann und alle Eventualitäten und Effektivitäten durchdenken.
Ich wäre bei einer Unterschriftensammlung dabei; desgleichen bei einer evtl. Sammelklage.
Sammelklage gibt es nicht.
Und ich werde nicht schlecht bezahlt.
Alternative ist in meinen Augen nur UPS.
Nanu, wer sagt, dass es keine Sammelklage gibt? Wenn genügend Betroffene sich einen gemeinsamen Anwalt nehmen, reicht der eine Klage ein, die auf einen Beschwerdekonsens festgelegt wird und jeden Einzelnen der an der Klage Beteiligten vertritt. Es gibt zahlreiche Beispiele. Man darf nicht vergessen, dass DHL ein Dienstleister ist, d. h. gegen entsprechende Bezahlung einen Dienst zu leisten hat. Voilà
Die im Artikel beschriebene Telefonaktion ist typisch. Entpersönlicht in der Anonymität eines bundesweit agierenden Callcenters kommt man kaum über das "Abgewimmelt-werden" hinaus. Kein Wunder: es ist gewollt. Es ist antizipiert und Teil des Systems, in dem es reicht, dass wir zahlen und ansonsten den Ball flach zu halten, da alles andere ja doch nichts bringt und nur Zeit und jede Menge Nerven kostet.
Man müsste sich genauer erkundigen, wie das Prozedere ist. Wie wird eine Unterschriften Aktion initiiert? Wie wird sie juristisch gestützt? Wäre es ratsam, sich im Vorfeld mit einem Anwalt zu beraten? Wie wird der Vorschuss vor Gericht umgerechnet, und wie wird der individuelle Beitrag ermittelt? Alles Fragen, die einem schon von Anfang an einen derartigen Schritt verleiten. Und ob eine Beschwerde in diesem Forum eine Wirkung hat, ist fraglich. Dennoch sollte man sich überlegen, was möglich ist, um sich von unqualifizierten Mitarbeitern der DHL nicht für dumm verkaufen zu lassen.
Das Paket wurde schließlich ausgeliefert. Die DHL hat sich schriftlich bei mir entschuldigt. Damit ist die Sache für mich erledigt.
Sie sind doch Traumtänzer. Sammelklage, Boykott usw. Lächerlich.
Nehmen Sie hier die Beschwerden wie sie sind. 90% wollen nur vom eigenen Versagen ablenken. Bei ca 10% der Beschwerden hier, werden von den entsprechenden Unternehmen wirklich die beschriebenen Fehler gemacht.
Man sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass es sich um Massendienstleistungen handelt und da Fehler einfach vorkommen. Diese sind vielfach auch der Tatsache geschuldet, dass einfach kein Personal zu bekommen ist, das die Mindestanforderung für diese Tätigkeiten erfüllt. Und da beisst sich die Katze hinsichtlich Versandkosten/Bezahlung in den Schwanz.
" Ich kann mir schon vorstellen, dass der eine oder andere die Klingel nicht hört, aber in dem beschriebenen Fall kann man davon ausgehen, dass der Kunde extra aufmerksam war - zumindest beim 2. Mal. "
Es reicht ja schon eine Minute Unachtsamkeit aus. Einmal kurz im Keller, Garten oder Nachbar und schon hat man das Klingeln nicht gehört.
Und aus eigener Erfahrung, ich habe wie heute schon viele, eine Klingel mit Musik, und wenn die Melodie zum Radioprogramm passt, dann überhört man die ganz schnell.
"Entpersönlicht in der Anonymität eines bundesweit agierenden Callcenters kommt man kaum über das "Abgewimmelt-werden" hinaus. "
Das kommt davon, das viele erwarten, das man dort 24 Stunden und 7 Tage in der Woche jemanden erreichen muß. Da aber kein Hotline Mitarbeiter solange durchgehend arbeiten möchte, zudem nur wenige freiwillig Abends oder am Wochenende arbeiten möchte, muß man halt regelmäßig die Schichten tauschen. Somit ist es fast unmöglich, immer die selbe Person zu erreichen.
Würden die Firmen, wie früher, nur von 8-16 Uhr von Montag bis Freitag, erreichbar sein, dann ist die Wahrscheinlichkeit, bei Entsprechender Organisation, sehr groß, immer die selbe Person zu erreichen.