DSL Performance so gering, dass Anschluss nicht mehr nutzbar ist

Düsseldorf

Seit Herbst 2012 ist die Performance meines Internetanschlusses weit unter der mit Vodafone vereinbarten Download-Datenrate von 16.000 Kbps.

Am 01.01.2013 habe ich der Hotline dies als Störung gemeldet und wunschgemäß habe ich mehrere Speedcheck Messungen durchgeführt, welche alle eine unterdurchschnittliche Performance aufweisen.

Anbei führe ich alle die von mir geführten Messungen auf (wurden mit Ticketnummern an Vodafone weitergeleitet:

Datum / Zeit Download Upload

30.12.2012 / 23:30 h 452,01 kBit/s 1.009,07 kBit/s

31.12.2012 / 18:02 h 937,57 kBit/s 1.013,21 kBit/s

01.01.2013 / 13:19 h 2.024,57 kBit/s 1.022,06 kBit/s

02.01.2013 / 12:15 h 8.509,02 kBit/s 1.024,89 kBit/s

02.01.2013 / 13:14 h 3.607,27 kBit/s 1.014,60 kBit/s

02.01.2013 / 14:04 h 1.295,44 kBit/s 1.008,61 kBit/s

Vodafone hat einen Techniker beauftragt, welcher am 03.01.2013 Messungen bei mir vor Ort durchgeführt hat. Die Messungen des Technikers zeigten nachgewiesen eine hohe Latenz in der Downloadrate. Ein Hardwarefehler konnte insoweit ausgeschlossen werden, als das der Techniker neben meiner Vodafone und Fritz! Box 7390 auch seine eigens mitgebrachte Hardware an der Anschlussdose genutzt hat.

Da ich nach dem Besuch des Technikers keine Rückmeldung von Vodafone erhalten hatte, wie und wann die Störung beseitigt wird, habe ich mich erneut telefonisch mit der Hotline in Verbindung gesetzt. Daraufhin erhielt ich einen Anruf, dass erneut ein Techniker beauftragt wurde, welcher am 10.01.2013 um 09:00 Uhr kam.

Wiedererwartend handelte es sich jedoch nicht um einen Techniker, welcher die Störung beseitigen sollte, sondern erneut um eine Performancemessung.

Ich habe daraufhin im Beisein des Technikers die Hotline angerufen und mit der Vodafone Hotline gesprochen. Diese erklärte mir, dass eine erneute Messung auch aus Ihrer Sicht nicht sinnvoll ist. Insbesondere treten die Probleme täglich ab ca. 14:30 Uhr auf und die Downloadrate verschlechtert sich dann bis zum Abend rapide auf Werte von unter 1.000 kBit/s. Ich wurde daher gebeten, 3 weitere Messungen zu unterschiedlichen Tageszeiten durchzuführen und diese der Hotline mitzuteilen.

Am 10.01.2013 habe ich die Werte dann einem Hotline Mitarbeiter durchgegeben:

Datum / Zeit Download Upload

10.01.2013 / 14:16 h 11.018,49 kBit/s 1.013,21 kBit/s

10.01.2013 / 15:05 h 1.717,25 kBit/s 1.015,52 kBit/s

10.01.2013 / 20:15 h 597,25 kBit/s 993,73 kBit/s

Der Mitarbeiter versicherte mir, dass ich am Folgetag einen Rückruf von ihm oder Frau Wragge erhalten werde. Leider blieb dieser Rückruf aus.

Am 12.01.2013 habe ich mich daher erneut telefonisch an die Hotline gewendet und um Behebung des Problems gebeten. In diesem Gespräch wurde dann ein Technikertermin für den 15.01.2013 um 18:00 Uhr vereinbart.

Am 13.01.2013 erhielt ich eine SMS, dass mein Anschluss von einer regionalen Störung betroffen sei und der Technikereinsatz daher nicht erforderlich sei.

Ich habe daraufhin wieder die Hotline kontaktiert. Diese teilte mir mit, dass die regionale Störung seit dem 09.01.2013 bestehen würde. Dahingehend erklärte ich, dass diese Störung vermutlich nicht direkt im Zusammenhang mit der niedrigen Downloadrate steht, da meine Störung schon weitaus länger besteht.

Der Technikertermin zum 15.01.2013 um 18:00 Uhr wurde daher wieder vereinbart. Gut, dass ich am Abend vorher nochmals bei Vodafone angerufen hatte, denn die Hotline hat den Techniker nicht beauftragt und ich hätte somit umsonst auf diesen gewartet.

Der Internetanschluss ist für mich nicht nutzbar, da sich Internetseiten sehr langsam oder gar nicht aufbauen und Video-on-Demand Dienste wie Maxdome nicht nutzbar sind.

Ich habe Vodafone am 13.01.2013 schriftlich aufgefordert, die Störung des Anschlusses bis zum 31.01.2013 zu beheben. Andernfalls sehe ich dies als grobe und dauerhafte vertragliche Verletzung der mit Vodafone vereinbarten Hauptleistungspflicht und werde den Vertrag sodann außerordentlich fristlos kündigen.

Des Weiteren habe ich wegen der erheblichen Verbindungseinschränkungen rückwirkend zum 01.01.2013 von meinem gesetzlichen Recht zur Minderung der Rechnungen Gebrauch gemacht und der noch nicht ausgestellten Rechnung für den Monat Januar 2013 und rein vorsorglich der noch nicht ausgestellten Rechnungen für die Folgemonate widersprochen.

Abschließend die Anmerkung, das Im Vodafone Kundenforum zahlreichen Beschwerden zu den dort niedergeschriebenen Performanceproblemen im Downloadbereich vorliegen. Insbesondere bestätigen hier die Vodafone Moderatoren selbst, dass es aufgrund zunehmend starker Nutzung von bandbreitenintensiven Online-Angeboten und vielen Datenübertragungen aktuell vor allem in den Abendstunden sowie an Wochenenden zu Performance-Einschränkungen bei DSL kommt.

Dies zeigt sehr deutlich, dass Vodafone der vertraglichen Hauptpflicht -nicht nur bei meinem Anschluss- nicht nachkommen.

Am 17.01.2013 hat Vodafone mit einem Anruf auf mein Schreiben reagiert. Die regionale Störung bestand demnach vom 11. - 13.01.2013. Damit hatte diese Störung nun keinen Einfluss auf die Performanceprobleme meines Anschlusses. Interessant ist übrigens, dass die Dame von Vodafone mir bestätigte, dass man wegen des Vodafone TV angebots in der Tat die DSL Leitungen drosselt, damit die TV Kunden Fernsehen können. Das würde dann auch die stabile Uploadrate erklären. Auch meine Nachbarn im Haus (ebenfalls Vodafone Kunden) haben die selben Probleme.

Letztlich will man sich nun mittels eines Technikers erneut dem Problem annehmen. Ich habe da wenig Hoffnung und halte an meinen gesetzten Termin fest. Nötigenfalls setze ich mich dann auch mit Anwalt und Gerichtsverfahren durch.

Die Bundesnetzagentur habe ich bereits eingeschaltet.

Bestell-/Kundennummer: 001918105140

Meine Forderung an Vodafone D2:

Bereitstellung der vereinbarten Bandbreite bis zum 31.01.2013 oder Vertragsaufhebung und Gutschrift der Rechnungen seit dem 01.01.2013

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Zur Info: VF bekommt NUR max 2000er Leitungen von der Telekom gestellt, und dann auch noch "Alte" Leitungen und Schaltpunkte, denn sie sind ja gemietet. Ich hatte das gleiche Problem das die Geschwindigkeit immer langsamer wurde nach 6 Monaten. Zum Glück konnte ich mit Telekom beweisen das es nicht am Router, Anschluss, Leitung, PC usw lag was immer von VF behauptet wurde. Ich sollte laut VF neue Hardware im Wert von 300€ kaufen usw.
Ich kündigte Fristlos und drohte mit Anwalt und wurde entlassen, Seither bin ich wieder bei Telekom und siehe da seit 2 Jahren 36ooer DSL ohne jegliche Probleme und immer noch die gleiche Hardware

VF Fr GOMEZ in Ratingen anschreiben hilft

Hallo DD!
Wenn VF wirklich nur 2.000er Leitungen hätte, dann kann ich mir nicht erklären, warum ich früher noch mit 14.000 surfen konnte. Dennoch danke für den Tipp.

Heute erhielt ich von Reclabox folgende Information:

Lieber ReclaBoxler,

nach Prüfung Ihrer Beschwerde (ID-58482) konnten wir die Firma/Institution leider nicht über Ihre Beschwerde informieren. Die Firma/Institution gehört zu einer der wenigen, die uns untersagt haben, Sie über die Beschwerde auf ReclaBox zu informieren.

Wir bedauern dies sehr, hoffen aber, dass die Firma/Institution Ihre Beschwerde trotzdem lesen wird und es zu einer positiven Lösung Ihrer Beschwerde kommt.

Das bedeutet für mich ganz klar, dass Vodafone kein Interesse an der Lösung von Kundenbeschwerden hat!

VODAFONE: PFUI BÄH: ein ganz armseliges Unternehmen mit desolater "Kundenbetreuung" - Nichts wie weg: KÜNDIGEN, KÜNDIGEN, KÜNDIGEN!

Ich erwarte keine Lösung von Vodafone und bin mir sicher, dass ich hier mit Rechtsmitteln durchgreifen muss.
Traurig, aber wahr.

Seit meinem letzten Eintrag hat sich einiges getan.
Ich habe die Bundesnetzagentur eingeschaltet und diese hat VF um Stellungnahme gebeten.
Eine Mitarbeiterin hat sich daraufhin bei mir gemeldet und mir ein Sonderkündigungsrecht zugesprochen. Außerdem bekomme ich nicht nur die Grundgebühr seit Januar 2013 zurück, sondern auch für die vorherigen 3 Monate eine Zahlung von € 30,-
D. W. teilte mir die Mitarbeiterin mit, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass VF das Problem in den Griff bekommt. (Klar wenn es nicht wirklich ein technisches Problem ist, sondern eine Drosselung durch VF - ist zumindest meine Vermutung).
Die Mitarbeiterin wird mich nun persönlich bis zur vollständigen Abwicklung und meinem Wechsel zu easybell begleiten. Auch wird sie dafür sorgen, dass mir dann das Restguthaben ausgezahlt wird.

Einen Dank an die Bundesnetzagentur für Telekommunikation.

Dank der Bundesnetzagentur habe ich das Sonderkündigungsrecht bei VF und die Gutschrift erhalten.