Wiederholt vermeintlich wertvolle Briefe geöffnet im Briefkasten

München

Sehr geehrte Damen und Herren,

in unserem Haus (Neubau mit normgerechter Briefkastenanlage) werden seit Monaten immer wieder Briefe mit vermeintlich wertvollem Inhalt (Briefe von Autohaus Format "Fahrzeugbrief", Briefe von Reiseveranstaltern, Geburtstagskarten, Sendungen mit größerem Inhalt) geöffnet in den Briefkasten geworfen.

Es handelt sich um ein Haus in der "Georg-Reismüller-Straße, 80999 München"

Unsere Nachbarschaft scheidet aus, da der Briefkasten ohne Schlüssel nicht zugänglich ist und man auch nicht unbefugt hineingreifen kann. Eine Beschwerde bei der Beschwerdeabteilung der Post brachte nur ein inhaltsarmes Formschreiben, jedoch keine Besserung.

Der nächste Schritt kann nur eine Anzeige bei der Polizei sein, welche sicherlich noch mehr Unannehmlichkeiten für Ihr Unternehmen mit sich bringt.

Ich bitte dringend darum, den Zusteller ausfindig zu machen und zur Unterlassung anzuhalten.

Mit freundlichen Grüßen aus München!

Meine Forderung an Deutsche Post:

Umgehende Aufklärung und Maßnahmen gegen den verantwortlichen Zusteller

Antwort auf die Beschwerde vom 04.02.2013
Deutsche Post AG

Abteilung: Kundenservice BRIEF

09.02.2013 | 08:31 Uhr

Hallo ReclaBoxler-7159162,

wir können gut nachvollziehen, dass die Situation sehr ärgerlich für alle Beteiligten ist und bedauern, dass noch keine Besserung eingetreten ist. Natürlich liegt es auch in unserem Interesse den Sachverhalt unverzüglich aufzuklären.

Aus diesem Grund bitten wir Sie, sich noch einmal telefonisch bei uns zu melden: Sie erreichen uns montags bis freitags von 7:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 8:00 bis 14:00 Uhr unter 0180 2 3333 (6 ct je Anruf aus den deutschen Festnetzen; maximal 42 ct je angef. 60 Sek. aus den deutschen Mobilfunknetzen).

Eine erneuter Anruf gibt uns die Möglichkeit, neue Informationen zu Ihrem Anliegen aufzunehmen und der Angelegenheit mit Nachdruck auf den Grund zu gehen.

Viele Grüße nach München

Ihr Kundenservice BRIEF

bewerten sie die antwort von Deutsche Post AG

Seien Sie mit Ihren Vermutungen etwas vorsichtiger. Denn schnell haben Sie - völlig zu Recht- eine Verleumdungsklage am Hals, die sich gewaschen hat.
Der Zusteller ist mit absoluter Sicherheit nicht der Übeltäter. Im Gegensatz zu vielen anderen muß der so kräftig arbeiten, dass er für solche Späße überhaupt keine Zeit hätte.
Einen Brifkasten zu öffen, ist eine der leichtesten Übungen. Daher würde ich Ihre Nachbarschaft schon etwas im Auge behalten.

An Ihrer Stelle hätte ich längst Strafanzeige gestellt, da das Ganze ja offenkundig System hat.
An Ihrer Stelle würde ich das alles -sofern noch nicht geschehen- sorgfältig dokumentieren, u. a. durch Fotos der geöffneten Umschläge.

Ach so - Strafanzeige stellen. Und Sie glauben wirklich, dass in diesem Fall ein Beamter mit Ermittlungen loslegt?

Ja, das glaube ich. Es gibt so etwas wie einen Strafverfolgungszwang, der in der StPO niedergelegt ist. Aber halt! Polizisten sind ja Beamte und die arbeiten ja alle nicht! Wie gut, dass in der freien Wirtschaft alle richtig und gut arbeiten. Genau deshalb gibt es ja auch dieses Forum.

Hihi, hoffendlich erschrickt der Postbote nicht, wenn er Post einwerfen möchte und im Briefkasten sitzt ein observierender Polizeibeamter :-)

Wie beknackt muss ein Briefzusteller sein, der geöffnete Briefe in den Kasten wirft. Er ist doch immer der Erste, der verdächtigt wird und würde in diesem Fall die Briefe wegwerfen oder vernichten. Daher ist die Meinung, dass hier Nachbarn die Finger im Spiel haben, viel wahrscheinlicher.

Hallo werte Kommentatoren,

die Nachbarn scheiden aus, da wir mit Ihnen ein gutes Verhältnis pflegen und es sich auch nur um ein Haus mit insgesamt 4 Parteien handelt.

Insofern kommt für uns nur der Zusteller infrage, der laut eigener Aussage der Post auch durchaus von einem Subunternehmen kommen kann. Nebenbei bemerkt ist auffällig, daß sporadisch die Briefe in den Briefkasten gequetscht werden, obwohl der Schlitz groß genug ist. Auch da vermisse ich einen sorgfälgigen Umgang!

Wieso sollte ich eine Verleumdungsklage riskieren, wenn ich alle weiteren (aus meiner Sicht relevanten) Eventualitäten ausgeschlossen habe? Dies ist eine reine Vermutung meinerseits und ergibt sich aus den Fakten.

Gruß aus München

Also auch wenn es sich im ersten Moment etwas weit hergeholt anhört, aber haben Sie mal in Erwägung gezogen, daß das Kinder sind, die Ihre Briefe rausholen, öffnen etc.
Vor allem, wenn die Briefe nicht richtig im Briefkasten liegen, bietet sich das als "Streich" geradezu an.
Und für eine Kinderhand ist es ein leichtes, durch den Schlitz zu greifen.

Wenn der Briefkasten auch noch horizontal ist, dann ist das ein noch leichteres Spiel, sogar für Erwachsene mit kleinen Händen.

Der Briefkasten ist vertikal und in etwa 1,50 Höhe.
Dazu steht das Haus in zweiter Reihe, von der Straße nicht einsehbar und nur durch ein geschlossenes Gartentor zu betreten.

Sicher gibt es mehrere Möglichkeiten und ich möchte auch niemanden zu Unrecht beschuldigen, aber es weist wenig darauf hin daß es Kinder sein könnten.
Ich frage mich wirklich, ob Kinder gezielt Briefe von Autohäusern im Format einen Fahrzeugbriefes öffnen (klar schickt man das nicht einfach so per Post), Grußkarten aufschlitzen oder Briefe vom Reiseveranstalter.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist gelöst