Im Juli 2012 (!) füllte ich - nach meiner Ansicht auch vollständig - einen Antrag auf Nachzahlung des Kindergeldes aus und schickte diesen Antrag zu der für mich zuständigen Familienkasse, nämlich nach Nürnberg.
Der erste Brief der Familienkasse ließ erstaunlicherweise nicht lange auf sich warten. Ich bekam bereits nach gut drei Wochen einen Brief, in dem mir mitgeteilt wurde, dass die Unterlagen noch nicht vollständig seien. Ich sollte noch für das Jahr 2010 nachweisen, in welcher Höhe ich BAföG erhalten habe.
Gut, das war das erste Problem. Ich habe in dem Jahr niemals BAföG erhalten! Außerdem habe ich auch nie in dem Kindergeldantrag behauptet, dass ich welches in diesem Jahr erhalten hätte.
Kurzum: Ich kann über etwas, das ich nie erhalten habe, auch keinen Beweis erbringen.
Ich schrieb also wieder zurück und erklärte die Lage. Wochen vergingen. Mittlerweile dachte ich, dass die Nachzahlung recht schnell kommen müsse. Immerhin wurde mir mitgeteilt, dass ja eben nur diese Bescheinigung noch fehle. Da ich aber diese Bescheinigung gar nicht nachreichen konnte, war der Antrag meines Erachtens also vollständig.
Zwischenzeitlich rief ich in diesem Call-Center an - eine richtige Telefonnummer sucht man vergebens! Meine Antwort ist erst im September eingegangen, man müsse sich mindestens sechs Wochen Bearbeitungszeit nehmen, ich solle warten. Ok, ich bin eigentlich ein geduldiger und freundlicher Mensch, ist ja auch bestimmt viel zu tun - ich warte!
Im Dezember 2012 rief ich nochmals im Service-Center an. Die Antwort: Es gäbe eine direkte Durchwahl, ich solle es damit probieren. AHA! Nach der langen Zeit endlich mal eine Hilfestellung! Pustekuchen, über die Nummer war wirklich niemand zu erreichen, entweder besetzt oder "alle Plätze belegt".
Ich rief Anfang 2013 im Service-Center an und der Mitarbeiter erklärte mir, dass er es auch nicht verstehen könne, weshalb mein Antrag bis jetzt nicht bearbeitet worden sei und er würde deshalb der jeweiligen Sachbearbeiterin eine Frist setzen, damit sie mir antwortet.
Ende Januar erhielt ich dann endlich mal einen Brief von der Familienkasse Nürnberg. Was stand drin? Richtig! "Die Unterlagen sind noch nicht vollständig."
Ich hätte zwar angegeben, dass ich in den vorherigen Jahren Einkommen hatte. Es käme ja aber auch noch eine andere Art des Einkommens in Betracht, das hätte ich zwar nicht angekreuzt, aber man wolle sich noch mal vergewissern.
Zwischenergebnis:
Ich stelle im Juli 2012 einen vollständigen Antrag. Dann wird das alles hinausgezögert, weil angeblich etwas fehlt. Das, was fehlt, kann ich aber nicht nachreichen, weil ich so etwas nie bekommen habe. Die Kindergeldkasse braucht dann 4 Monate (!), um mir mitzuteilen, dass noch etwas fehlt. Man hätte das zwar schon im ersten Schreiben erwähnen können, aber so sichert man sich ja noch mal 6 Wochen Bearbeitungszeit.
Ich habe also wieder einen Brief aufgesetzt, die Lage erklärt und darauf hingewiesen, dass ich doch überhaupt nicht angegeben habe, dass ich eine solche Leistung bekommen hätte, für die jetzt ein Nachweis gefordert wird.
Um sicherzugehen, dass mein Brief auch angekommen ist, rief ich wieder bei der Service-Hotline an. Ja, sei Anfang Februar angekommen, ich solle bis Mitte März warten. Gut, irgendwann wird es auch mir zu viel. Ich fragte höflich und freundlich, ob man da nicht etwas schneller machen könne, ich wäre wirklich auf diese Nachzahlung angewiesen. Was macht die Frau? SIE LEGT AUF!
Großartig, wirklich großartig! Wenn ich die vielen anderen Berichte hier lese, dann bleibt nur festzuhalten, dass da irgendeine Masche hintersteckt.
Meine Forderung an Familienkasse Nürnberg:
Schnelle Bearbeitung des Kindergeldantrages!
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 10
Ob Dienstaufsichtsbeschwerde, ob Petition, oder Rechtsweg: Das sitzen die Beamten der Agentur einfach aus. Bitte mal nach "Familienkasse" in der Reclabox nachsuchen.
Siehe auch hier
http://de.reclabox.com/beschwerde/59963-bundesagentur-fuer-arbeit-deutschland-familienkasse-bonn-fachaufsichtsbeschwerde-familienkasse-bonn-bundesagentur-fuer-arbe
und hier
http://de.reclabox.com/beschwerde/59116-arbeitsagentur-finanzgericht-nuernberg-hannover-kundenprovokation-durch-beamte-und-richter
Vorsicht, der Tipp die Kommentare zu löschen kommt von den Beamten der Arbeitsagentur. Die möchten nicht, dass ihr Treiben hier diskutiert wird.
Die Kommentare, die Ihre Beschwerde ins Lächerliche ziehen, kommen vermutlich auch aus behördlichem Umfeld. Einfach überlesen!
Ich würde mir das Kindergeld vom Jobcenter vorstrecken lassen. -Ja, das geht. Und da das Jobcenter das Geld von der FAMKA auf schnellstem Weg zurück fordert, wird dann auch der Kindergeldantrag in kürzester Zeit bearbeitet.
@ ReclaBoxler-7010326: Der von Ihnen skizzierte Weg ist an rechtliche Voraussetzungen geknüpft, die bei Kunden der Familienkasse in der Regel nicht vorliegen und die auch der BF nicht dargelegt hat. Insofern gehe ich davon aus, dass Sie dieses interne Wissen nur als Mitarbeiter der Familienkasse haben können.
Daher meine Frage: warum bearbeiten Sie nicht einfach dem Antrag?
Was ist das denn für ein Quatsch, warum muß man immer gleich beim "Feind" beschäftigt sein? Ich hatte diesen Hick Hack mit der FAMKA selbst schon 2x, und war auf das Geld dringend angewiesen. Ich habe mir damals Unterstützung von einer Sozialarbeiterin geholt, die mir diesen Tip (Geld vom Jobcenter vorstrecken lassen) gab. Man bzw. der/die BF kann sich ja mal erkundigen, schadet nichts,- und Entschuldigung ich wollte nur helfen.
Werde ich machen, vielen Dank ReclaBoxler-3812123.
Ahmed S. wird in diesen Tagen wohl dafür verurteilt, dass er lange von Irene Nadel und anderen Agenturmitarbeitern provoziert wurde.
Es gibt wohl in keiner Organisation so viel Korruptionsdelikte wie in den der Bundesagentur für Arbeit. Die Wahrheit scheuen die Leute, die dort ihre Stunden absitzen, wie der Teufel das Weihwasser:
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-jobcenter-verweigerte-aemterbegleitung-9001290.php
Gegen den Terror kommt ihr alleine nicht an
http://www.die-keas.org/ueberlebenshandbuch
Ich habe ähnliche Erfahrungen mit der Familienkasse in Recklinghausen! Zur Zeit warte auch ich ergebnislos auf eine Antwort! Vor 2 Wochen erhielt ich die Aufenthaltserlaubnis meiner Frau, im Original, von der Familienkasse zurück, mit der Kommentierung,- ich möchte doch eine Aufenthaltsbescheinigung beibringen!
Als eine Bekannte von mir vor einiger Zeit ein Gespräch über zusätzliche Qualifikationen mit einer "Fallmanagerin" aus der hiesigen Arbeitsagentur (Oldenburg) machte, wurden ihr dreimal hintereinander (!) Vorschläge für Kurse unterbreitet, die sie schon absoviert hatte. Die entsprechenden Unterlagen lagen der Mitarbeiterin alle vor.
Nachdem die Mitarbeiterin dreimal auf ihr Fehlverhalten (Nichtlesen der eingereichten Unterlagen) hingewiesen wurde, brach die das Gespräch einfach ab.
Warum streicht man nicht ersatzlos die tausenden Stellen, die von arbeitsunwilligen Agenturmitarbeitern belegt sind?