Vermutlich ungerechtfertig Einfuhrumsatzsteuer erhoben

DHL
Bonn

DHL hat bei der Auslieferung einer internationalen Warensendung einen Einfuhrsatzsteuerbetrag von 29,32 € erhoben.

Der Betrag ist meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt ist; außerdem ist unklar, wie der Betrag zustande kam. Ich habe mich bereits, wie folgt, an das Hauptzollamt München gewandt:

"Im Januar 2013 habe ich einen privaten Wohnungsschlüssel von Luang Prabang (Laos) per DHL nach München schicken lassen. Während unserer vierwöchigen Reise sollte sich der Bruder meiner Lebensgefährtin um unsere Wohnung kümmern, wir hatten aber vergessen, ihm den Schlüssel zu übergeben.

Letztendlich hat das ganze auch geklappt, nach einer Woche kam der Schlüssel in München an. Für mich allerdings nicht nachvollziehbar, hat die DHL bei der Auslieferung 29,32 € Einfuhrumsatzsteuer nach gefordert. Wir hatten beim Versand einen Warenwert von 90,00 $ angegeben (Kosten für das Nachbestellen der Schlüssel bei unserem Vermieter), ohne zu wissen, welche Konsequenzen das haben könnte. Auf dem Einlieferungsschein haben wir als Grund für den Versand "key to home" eingetragen.

Nach meiner Auffassung fällt der Versand eines eigenen, gebrauchten, aus Deutschland mitgebrachten Wohnungsschlüssels nicht unter das Einfuhrumsatzsteuergesetz, sonst müsste man bei jeder Rückreise aus dem Ausland Umsatzsteuer für seine Schlüssel zahlen. Wenig transparent ist auch die Höhe des Betrages von 29,32 €, den die DHL eingefordert hat, das sind weder 16% noch 7% des angegebenen Warenwerts.

Antwort vom Zoll:

Wenden Sie sich an DHL und bestehen Sie auf eine Übersendung des Einfuhrabgabenbescheids - nur hier können Sie ersehen, welche Einfuhrabgaben zollamtlich tatsächlich entstanden sind. Auf dem Einfuhrabgabenbescheid ersehen Sie die zuständige Zollstelle und können ggf. Einspruch einlegen. DHL legt bei diesen Sendungen nach meinen Erkenntnissen eine Frachtkostenpauschale i. H. v. ca. 85,00 Euro zugrunde. Geringwertige Sendungen bis 150,00 € sind - von bestimmten Ausnahmen abgesehen - generell zollfrei. Soweit der Gesamtwert Ihrer Sendung (inkl. Frachtgebühren) darunter liegt, hätte m. E. kein Zoll erhoben werden dürfen.


Daraufhin Antwort der DHL:

Sehr geehrter Herr Kxxx,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Die Kosten von 29,32 € ist die Einfuhrumsatzsteuer, die auf ihre Ware vom Zoll berechnet wird.
DHL hat mit diesen Kosten nichts zu tun. Bitte leiten Sie Ihre Anfrage unter der Tel. Nr. 018xx 7xxx oder per E-Mail an xxxXXXl@XXX.XX weiter.

Mit freundlichen Grüßen DHL Express Germany GmbH
Kundenservice.


Die Reklamationsstelle hat, trotz dreimaliger Nachfrage, überhaupt nicht reagiert. Daraufhin ein weiteres Mail an den Kundenservice der DHL unter Angabe der Sendungsnummer.

Die Antwort:

Sehr geehrter Herr Kxxx, vielen Dank für Ihre E-Mail. Leider können wir Ihnen keine Auskunft zum Sendungsstatus geben.In der von Ihnen angegebenen Sendungsnummer sind Sie kein Vertragspartner von DHL. Bitte wenden Sie sich an Absender oder an den Empfänger. Mit freundlichen Grüßen, DHL Express Germany GmbH Kundenservice

Jetzt bin ich in einer Endlosschleife.

Meine Forderung an DHL:

Erstattung der Umsatzsteuer, Zustellung des Einfuhrabgabenbescheids

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Die Einfuhrumsatzsteuer beträgt 19%, ich weiß nicht genau wo Sie die Werte von 16% und 7% her haben!

Das mit dem Schlüssel ist in der Tat sehr komisch, aber genauso komisch ist auch, das Ihr Vermieter im Ausland lebt und ihnen einen nachgemachten Schlüssel zukommen lässt!

Irgendwo stimmt da was nicht, daher gibts von mir auch keine Richtige Antwort!

Als Tipp, schlagen Sie mal im Umsatzsteuergesetz nach.

Hierzu der bisherige Ablauf: DHL erhebt Einfuhrumsatzsteuer. Ich wende mich an den Zoll, der mich an DHL verweist. Die DHL meint, sie hätte damit nichts zu tun und verweist mich an die Reklamationsstelle der Deutschen Post, die auch auf eine 2. Anfrage nicht reagiert. Daraufhin nochmals Anfrgae an DHL. DHL will meine Sendungsnummer, bekommt Sie auch und antwortet: "eider können wir Ihnen keine Auskunft zum Sendungsstatus geben.

In der von Ihnen angegebenen Sendungsnummer sind Sie kein Vertragspartner von DHL.
Bitte wenden Sie sich an Absender oder an den Empfänger". Ich habe geantwortet, dass ich jetzt wohl in einer Endlosschleife wäre. Seither keine Reaktion mehr.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist gelöst