Unverschämte Trinkgeldforderung des Reiseleiters

Rengsdorf

Am 20.06. unternahm ich mit meinem Mann und unserem Sohn eine Rundreise durch die USA mit Besichtigungen verschiedener Canyons (Bryce Canyon, Grand Canyonusw.) und verbrachten anschließend noch ein paar Tage in Las Vegas.

Die Rundreise war sehr interessant, auch die Hotels waren in Ordnung. Manche teilweise außerhalb von Ortschaften, sodass sich die Restaurantsuche fürs Abendessen sehr schwierig gestaltete. Auch das Frühstücksbuffet ließ manchmal zu wünschen übrig, in Bezug auf Auswahl, sowohl wurde nicht genügend nachgefüllt, sodass wir in einem Hotel nur ein Toastbrot pro Person bekamen, anderes Brot stand nicht zur Auswahl (Ruby´s Inn im Bryce Canyon).

Der größte Aufreger jedoch war die unverschämte Trinkgeldforderung unseres Reiseleiters, der gleichzeitig auch unser Busfahrer war, da wir in einer Kleingruppe von neun Personen reisten. Kaum er uns am Flughafen von Las Vegas in Empfang genommen und den üblichen Reiseverlauf mit uns besprochen hatte, kam er auf das Thema Trinkgeld zu sprechen. Da er ja Reiseleiter und Busfahrer in einem wäre, stünde ihm auch das Trinkgeld für beide zu, das wären 3 € pro Tag und Person für den Busfahrer und 4 € für den Reiseleiter. Ehepaare zahlen 15 € pro Tag!

Und weil er im obligatorischen Briefumschlag am Ende der Reise doch nicht genügend Geld vorfände, würde er es jeden Abend einsammeln. Er wäre darauf angewiesen, einen bestimmten Betrag jeden Tag zu erhalten, außerdem wäre er angewiesen worden von seiner amerik. Agentur (American Ring Travel), dies so zu verlangen. Das Erstaunen und die Empörung unter uns Reisegästen war natürlich groß, da ja extra die Freiwilligkeit bei Zufriedenheit betont wurde in der Reisebeschreibung.

Als er am nächsten Abend sein Trinkgeld per Briefumschlag einforderte, war der Betrag nicht ausreichend, weil eine Dame sich weigerte, der unverschämten Forderung im Voraus nachzukommen. Wir mussten uns die ganze Leier wieder anhören und hatten das Gefühl, dass das Ausflugsprogramm am nächsten Tag davon abhängig ist, wie viel Trinkgeld wir geben. Wir fühlten uns irgendwie erpresst und das Trinkgeld wurde jetzt bei jedem persönlich eingesammelt, man hatte fast gar keine andere Wahl. Die Stimmung und das Urlaubsfeeling war natürlich während der ganzen Reise unter uns Reiseteilnehmern und dem Reiseleiter gegenüber sehr getrübt.

Das gleiche Thema hatten wir schon letztes Jahr während unserer Chinarundreise. Wir wurden damit beschwichtigt, dass der geringe Lebensstandard in China solch eine Vorgehensweise entschuldigt. Dieses Jahr in den USA war es nicht besser. Werden die Reiseleiter so gering für ihre Arbeit entlohnt? Dann sollte man das freiwillige Trinkgeld gleich in den Reisepreis mit einrechnen, damit sich solche urlaubstrübenden Szenen nicht mehr wiederholen und man es sich überlegen muss, ob man nochmal mit dem Reiseveranstalter verreist, denn bei anderen Reiseveranstaltern bzw. Reiseleitern wurde das Trinkgeld gern zum Schluss als Anerkennung für gute Arbeit entgegengenommen und ist auch ohne massives Bedrängen immer zu deren Zufriedenheit ausgefallen.

Bestell-/Kundennummer: D 224859

Meine Forderung an Berge & Meer Touristik:

Entschädigung für massiv eingetrübte Urlaubsstimmung und Ärgernisse

Firmen-Antwort ausstehend seit 12 Jahren, 350 Tagen und 13 Stunden.

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