Immer wieder nur Briefe, und ich renne zur Post!

DHL
Bonn

Immer wieder werden bestellte Sachen - und sei es nur ein dünner Brief welcher (angeblich) nicht in den Briefkasten passt - nicht an die Nachbarn abgegeben, sondern zur Post gebracht.

Ich bin beruflich extrem eingespannt und hab echt die Schnauze voll, immer dorthin zu rennen und noch ewig an der Schlange zu warten. Das Haus ist groß genug und es sind immer Leute da. Wo ist das Problem, einmal mehr zu klingeln?

Es ist immer der selbe Typ um die Mittagszeit. Es nervt mich so!

Bestell-/Kundennummer: JJD ...

Meine Forderung an DHL:

Einmal mehr klingeln schadet nix!

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Versuchen Sie mit der Beanstandung einmal hier:
kundenservicekonzernleitung@deutschepost.de

Briefe dürfen nicht beim Nachbarn abgegeben werden. Das ist unzulässig. Würde die Post das bei mir machen, würde ich ihr was husten.

Beim Nachbarn abgegeben werden darf eine Sendung nämlich nur, wenn sie auf dem Papier als Päckchen oder Paket läuft. Hierbei ist zu beachten, dass es für die EInstufung als Paket bzw. Brief nicht einfach auf die Größe der Sendung ankommt, sondern darauf, welchen Status die Sendung auf dem Papier hat. Hinsichtlich der Größe und des Gewichtes einer Sendung gibt es einen Übergangsbereich, wo eine Sendung sowohl als Brief als auch als Paket verschickt werden darf. Dieser Spielraum wird von manchen Versendern auch bis aufs Äußerste ausgenutzt. Inländische Versender tendieren hierbei dazu, Sendungen mitunter als Paket zu verschicken, die eigentlich in den Briefkasten passen würden. Der Versand als Paket hat zur Folge, dass eine Abgabe beim Nachbarn erlaubt, der Einwurf in den BK jedoch verboten ist, obwohl die Sendung in den BK passen würde und ich meinem Briefkasten mehr vertraue als meinem Nachbarn. AUsländische VErsender machen es eher umgekehrt: Riesengroße Monstersendungen (sogar 10 cm hohe Pappkartons) werden als „Brief“ verschickt, der dann theoretisch in den BK darf (in den er aber nicht hinein passt); Beim Nachbarn dürfen derartige Sendungen aber nicht abgegeben werden, weil es sich um Briefe handelt und nicht um Pakete.

AUch wenn es paradox ist - das Vorgehen des Postboten ist an dieser Stelle korrekt. Prinzipiell können Sie versuchen, sich einen größeren Briefkasten zuzulegen, in den dann auch größere Sendungen passen. Allerdings werden Sie damit nicht alle Sendungen erschlagen können - denn erstens gibt es Briefe, die nicht in den BK dürfen (Einschreiben) und zweitens gibt es Briefe, die so groß sind, dass sie wirklich in keinen Briefkasten mehr passen.

Entgegen den Ausführungen des Vorkommentators dürfen Briefsendungen, wie auch Päckchen und Pakete, sehr wohl an einen Ersatzempfänger ausgehändigt werden, wenn eine direkte Zustellung nicht möglich ist. S. dazu § 2 Nr. 3 Satz 3 der Postuniversaldienstleistungsverordnung. http://www.gesetze-im-internet.de/pudlv/__2.html

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst