In einer Nacht- und Nebel-Aktion (8./9. April 2008) haben Mitarbeiter des Baden-Württembergischen Regierunspräsidiums Freiburg die Elternvögel mit grellem Scheinwerferlicht so sehr unter Druck gesetzt, dass sie ihre Eier sowie die bereits geschlüpften Jungvögel im Stich gelassen und dem Kältetod preisgegeben haben.
Das Regierunspräsidium hat mit der massenhaften Zerstörung der Kormoranbrut im Natur- und Vogelschutzgebiet Aachried offen gegen geltendes Recht verstoßen. Um einem Eilantrag von Naturschutzverbänden zuvorzukommen wurde der vom Regierungspräsidenten erlassene Bescheid (beamtenuntypisch) noch in der gleichen Nacht "vollzogen".
Hobbyangler werfen dem Wasservogel vor, die Fischbestände zu reduzieren. Kormorane bevorzugen aber leicht zu jagenden Weißfisch, für die sich Angler überhaupt nicht interessieren. Der dramatische Rückgang von z.B. Aalen ist eher auf Überfischung der Jungtiere im Atlantik zurückzuführen.
Meine Forderung an Regierungspräsidium Freiburg:
Rücktritt des Regierungspräsidenten
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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ich bin immer wieder erstaunt, zu welchen Gelegenheiten die sonst so bedächtigen Beamten schlagartig eine Geschwindigkeit entwickeln, die beim Dienst am Bürger komplett vermisst wird. Offensichtlich ist die Berufsfischerei (die ja am Bodensee eine extrem wichtige Einnahmequelle ist ;) so wichtig, daß diese Aktion keinen Aufschub duldete. Kann ich nur sagen: genau ansehen, welcher Partei dieser Entscheidungsträger angehört und nächstes Mal den Wahlzettel an ALTERNATIVER Stelle ankreuzen.
Selbst wenn die Kormorane den Fischern den Fisch weg fangen, rechtfertigt das niemals die Tierausrottung. Man sollte die ganze Fischerei eh einstellen angesichts der fatalen Folgen für die Natur und die gesamte Menschheit. Die Kormorane müssen sich von Fisch ernähren, wir Menschen müssen aber nicht fischen!!!
Es erstaunt die Verbissenheit mit der gegen eine selbst geschaffene Chimäre gekämpft wird. Die Denunziation des Kormorans als Chinavogel versinnbildlicht den unterstellt agressiv expansiven Charakter des Kormorans. Diffuse Ängste schüren und dann voll sinnlosem Aktionismus losschlagen. Wenn Jesus nicht Fischer zu seinen ersten Aposteln gemacht hätte, ware dieser Berufstand längst als rücksichtslos Umwelt zerstörend gebrandmarkt. Die offensichtliche Schlichtheit dieser Leute, scheint die öffentliche Kritik zu mildern. Ein Bauer der auf seine Weide geht und sämtliche Milchkühe abknallt würde eingeliefert, ein Fischer kann auf Subventionen und staatliche Vogelmordaktionen hoffen. http://www.wwf.de/presse/details/news/eu_piraten_pluendern_tunfisch/ http://data3.blog.de/media/757/2266757_e5faf2071a_d.pdf
Es ist doch unglaublich, wie und wieso sich Menschen ersuchen zu äußern. Der Eine schiebt es auf Gott, der Andere auf seine Ernährungsgrundlage. Sehen wir es doch mal so, jedem müste man Recht geben. Aber ein gesundes Mittelmaß ist gerade beim Thema Kormoran angebracht! Ich selbst bin jahrzentelang Angler. Das heißt unter anderem, dass ich den großen Teil meiner Freizeit in der Natur verbringe, und die Natur natürlich auch beobachte. Wir als Sportfischer haben uns Gesetze und Normen selbst gesetzt. Das betrifft zum Beispiel Mindesmaße und Fangbegrenzungen sowie Schonzeiten. Eins muß aber jeder erkennen, der Kormoran hällt sicht nicht daran! Er frisst, was er zu fassen bekommt und was er nicht erwischt, verletzt der Kormoran und diese Fische sterben dann qualvoll. Es muß doch einfach möglich sein, daß der vor Jahren fast ausgestorbene Kormoran, jetzt aber wieder in die Grenzen einer natürlichen Umwelt zurückversetzt wird! Das heißt für mich, Jagdtrecht mit Quoten! Der Kormoran ist kein Zugvogel mehr. Stellen Sie sich den Winter mit zugefrorenen Teichen, Seen, Tümpeln vor. Was macht er dann? Er wandert in offene Stellen in Flüssen ein und frisst diese im wahrsten Sinne leer. Wo wir uns als Sportfischer jahrelang bemüht haben, um einen soliden Fischbestand aufzubauen, wird diese Arbeit durch einen zu großen Bestand von Kormoranen zu nichte gemacht. Vergessen sollte man auch nicht, daß viele Mittel in den Sand, Verzeihung, Vogelmagen gesetzt werden. Wenn wir es in den Griff bekommen, den Kormoranen in der richtigen Anzahl bei uns zu halten, dann ist er wirklich schützenswert, da er dann zur Gesunderhaltung unserer Gewässer beitragen könnte. Petri Heil.
"Hobbyangler werfen dem Wasservogel vor, die Fischbestände zu reduzieren."
Bitte? Jetzt haben diese Menschen mit dem sinnlosen Hobby schon Vorrang vor der Natur?
@ Rolf Quitzsch
Gehts noch? Kontrolle schön und gut. aber wenn der Kormoran nun mal Gewässer leer frisst. Das ist der Lauf der Natur. Da kann man schon was gegen tun (bei Teichen gibt es gegen Reiher z. B. Netze, ist beim Bodensee jetzt etwas schwierig, zugegeben).
Aber nichts rechtfertigt eine Ermordung der Tiere.