Das Modell von Herrn Klier wird nicht aufgehen, den Mindestlohn ab 2015 vollständig auf die Preise umzulegen. Ich bezahlte in der Filiale Ebersbach im Jahr 2013 für einen Haarschnitt mit Kopfwäsche 14,50 Euro. Im Frühjahr 2014 - 16,50 Euro und jetzt im August - 19,50 Euro bei gleicher Leistung. Eine weitere Erhöhung der Preise wird für 2015 angekündigt.
Die Folge: Kunden gehen seltener zum Friseur, Kunden lassen sich die Haare privat schneiden oder wechseln zu günstigeren Salons. Ich selbst werde mich auch von Klier verabschieden müssen.
Meine Forderung an Frisör Klier:
Umlage der Mindestlöhne nicht vollständig auf den Kunden
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 8
Sehr geehrter Herr Neumann,
es ist in der Tat so, dass u. a. die Energiekosten enorm gestiegen sind. Das können Geschäfte nur auffangen durch a) "billiges" und somit schlechtes Personal oder Erhöhung der Preise. Das muss man realistisch sehen!
Es gibt jede Menge Billig-Friseure zu denen Sie wechseln können. Ich weiß allerdings nicht, wie Sie reagieren, wenn Ihnen - auf Grund mangelnder Fachkompetenz - die Haare verschnitten werden, weil das Personal 0815 ist. Diese Salons können ihre Preise aber dauerhaft halten und andere Geschäfte preislich unterbieten.
Tipp: Nehmen Sie sich eine Friseurin zur Freundin :-)
Frau ReclaBoxler, Sie wollen doch nicht damit behaupten, daß es außer der Klier-Kette nur Billig - Salons mit mangelnder Fachkompetenz
gibt?
Das wäre eine sehr arogante Behauptung eines Klier-Mitarbeiters.
Und außerdem noch ein Beispiel: Wenn Sie einen Neuwagen kaufen wollen und Sie sehen in 2 Autosalons den gleichen, identischen PKW, einen für 20.000 Euro, den anderen für 17.000 Euro, welchen nehmen Sie? Wohl nicht den für 20.000 Euro aus Mitleid zur Autoverkäuferin, um ihre Provision zu sichern.
Wenn ich gemeint bin, dann eine Frage: Muss ich den Vergleich verstehen? Ich tue mich nämlich schwer damit. Und ich arbeite nicht bei Klier!
Sie waren nicht gemeint, Phönix. Denn Sie akzeptieren ja die Umlage der staatlich verordneten Löhne und Fixkosten. Wohl deshalb, weil es bei Ihrem Einkommen nicht die große Rolle spielt, ob 5 Euro mehr oder weniger.
Es war der vorangegangene Beitrag gemeint, wonach ich mitschuldig bin, daß es den Friseuren so misserabel in der Vergangenheit ging. Nur weil ich auf der Suche nach einem günstigeren Salon bin. Darauf bezieht sich auch der Vergleich.
Jay, Sie schreiben so, als wenn Sie die Preiserhöhungen mit Einführung der Mindestlöhne locker wegstecken, weil Sie aufgrund Ihrer Vermögenslage damit keine Probleme haben. Es gibt aber noch Menschen in diesem Land, die rechnen müssen. Ich weiß nicht, ob Sie weiblich oder männlich sind, bei einem Männerhaarschnitt für 35 Euro gehören Sie jedenfalls nicht zur sozial schwächeren Schicht. Ab Januar 2015 wird dann mit Sicherheit noch vieles andere im Dienstleistungsbereich, bei den Lebensmitteln, im Gaststättengewerbe usw. spürbar teurer werden. Und dann wird sich zeigen, ob die Einführung von Mindestlönen Wohlgefallen bei den Bürgern auslöst. Letztendlich bringen die Mindestlöhne überhaupt nichts, weil auf der anderen Seite das bißchen Lohnerhöhung durch die Verteuerung der Lebenshaltungskosten vollständig aufgefressen wird.
Ich gönne grundsätzlich jedem mehr Geld, wenn es die Wettbewerbslage des Unternehmens erlaubt. Aber nicht staatlich und flächendeckend verordnet. Viele Unternehmen regulieren ohnehin die Mindestlöhne mit der Reduzierung der Wochen-Arbeitszeit bei den Arbeitnehmern, um Entlassungen weitestgehend zu verhindern.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst
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