Pakete einfach vor der Tür ohne Benachrichtigung

DHL
Frankfurt

Seit kurzem gibt es (wieder mal) einen neuen Zusteller als Subunternehmer von DHL.

Erste Erfahrung: Ich lese in der online-Benachrichtigung ein für den selben Tag angekündigtes Paket sei an den Empfänger, also mich, zugestellt. Bei mir hat niemand geklingelt und ich habe auch kein Paket. Ich begebe mich auf die Suche und werde schnell fündig: VOR der HAUSTÜR! Für jeden, der möchte, zum Mitnehmen.

Zweite Erfahrung: Das angekündigte Paket wird nicht am angekündigten Tag zugestellt. Am nächsten Tag wird es auch nicht, wie angegeben, beim Nachbarn abgegeben, sondern in eine weit entfernt liegende Filiale zur Abholung gebracht. Die nähere Filiale liegt in der Parallelstrasse. Aber das lag anscheinend zu weit für den fleißigen Fahrer.

Ein zweiter Zustellversuch kann nicht etwa am nächsten Tag erfolgen, sondern es muss (warum auch immer) ein weiterer Tag dazwischen liegen - nun in diesem Fall waren das dann wegen des Wochenendes 3 Tage.

Wer kontrolliert eigentlich, was die Subunternehmen so machen?

Meine Forderung an DHL:

Sofortige Zweitzustellung ohne Verzögerung, Wechseln des Subunternehmers, faire Bedingungen für die Fahrer

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Für jeden der es mitnehmen möchte. Und, wo ist das Problem. Die Verantwortung der korrekten Auslieferung liegt nicht bei ihnen. Der Versender muss im Bedarfsfall nachweisen dass das Paket bei Ihnen angekommen ist. Wenn es der Nachbar klaut kann Ihnen das egal sein. Sie haben dafür nicht unterschrieben. Und machen Sie sich bitte keine Gedanken über ihre „Digitale Unterschrift“ welche im Bedarfsfall der Fahrer geleistet hat. Gerichtlich ist die meines Wissens nichts wert. Dennoch freue ich mich grundsätzlich auch über solche Pakete, welche der Fahrer einfach vor meiner Haustür abstellt. Denn im Gegenzug habe ich auf die billigste Auslieferung bestanden, und eben jene habe ich auch bekommen. Bei meiner Bestellung war es mir nicht wichtig, die Firma zu verwenden, welche den teuersten Betrag für die Zustellung verlangte, sondern eben jene Portokosten zu akzeptieren, welche möglichst billig, wenn nicht sogar kostenlos, waren.

Gebe ich Ihnen Recht, es könnte sich natürlich auch um eine Privatsendung handeln. Doch die meisten Pakete werden aufgrund einer Bestellung ausgeliefert, die wenigsten sind privater Natur. Ich habe 4 Jahre in der Branche gearbeitet (nicht als Fahrer) und habe daher auch Verständnis für die Fahrer. Ich bin auch nur auf den ersten Absatz eingegangen. Doch an meiner eigentlichen Kritik, den möglichst billigsten Versand, ändert das nichts.

Nach weiteren Telefonaten mit diversen Service-Nummern bin ich dann durch die halbe Stadt geradelt um mein Paket in einem DHL-Stützpunkt abzuholen - das schien mir noch das Sicherste zu sein, denn in der Filliale wusste man garnichts von einem zweiten Zustellversuch :( - dort wurde mir empfohlen, ich könne ja meine Pakete zukünftig ganz einfach in mein Lieblings-DHL-Depot liefern lassen. Danke aber auch!