Gegenstandslose Vertragsbestätigung, Zahlungsaufforderungen

Paderborn

Dies ist der Auszug einer Mail von heute an unseren Anwalt.

Mein Vater erhielt Mitte Juli eine „Vertragsbestätigung“ für eine Verbrauchsstelle Amalungstr. 10 in nrw, da man ihn als „Grundversorger“ automatisch beliefern würde. Er solle ab 25.7.14 jeden Monat einen Abschlag von 10 € zahlen.

Mein Vater ist 86, seit Jahren dement und nicht mehr in der Lage, ohne Hilfe die Wohnung in Niedersachsen zu verlassen. Wir wissen nicht, was in der Amalungstr. 10 ist, ob Scheune oder Kirche. Seine Anschrift ist bei Eon jedoch aus einem beendeten Vertragsverhältnis offensichtlich mit dem immer gleichen Schreibfehler noch gespeichert.

Selbstverständlich habe ich mich umgehend am 18.7. bei Eon gemeldet und den unfreundlichen Mitarbeiter darüber aufgeklärt, dass wir dort keinen Strom beziehen, wir wissen nicht mal, wo das ist. Er forderte mich sogar auf, selbst zu recherchieren, wie die Daten meines Vaters in diesen vermeintlichen Vertrag kommen. Ich habe daraufhin angekündigt, die Sache einem Anwalt zu übergeben, falls wir weiterhin belästigt würden.

Am 17.12. erhielt mein Vater eine „Zahlungserinnerung“ 50 € bis zum 23.12.14 zu überweisen. Am 18.12. rief ich erneut an, um deutlich zu machen, dass kein Vertrag existieren kann. Die Dame stellte fest, dass im Juli zwar notiert wurde, dass wir einen Anwalt einschalten, falls das nicht aufhört, es sei aber nichts passiert. Sie stimmte mir zu, dass der Vorgang höchst ärgerlich sei, dass sie als Energieversorger über Melderegister oder Grundbuch feststellen können, wer den Anschluss dort angemeldet haben kann/muss und sicherte mir zu dies zu klären. Ich habe eine strafbewehrte Unterlassungserklärung und Veröffentlichung des Vorgangs beim ndr avisiert.

Am 20.12. erhielten wir eine „Kündigungsbestätigung“ in der erklärt wird, dass Eon den Vertrag „wie gewünscht“ zum 8. November 2014 beendet habe und wir in etwa 6 Wochen „unsere Schlussrechnung“ erhalten werden, verbrauchsgenau mit Zählerstand vom Netzbetreiber.

Nachdem ich den Beitrag http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/-Aerger-mit-EON,markt9076.html beim ndr gesehen und die entsprechenden Einträge auf dem Beschwerdeportal http://de.reclabox.com gelesen habe, fürchte ich, das geht weiter…

Bestell-/Kundennummer: 232017127881

Meine Forderung an E.ON Energie DBeutschland:

Keine weitere Belästigung mit nicht existenten Verträgen, schriftliche Bestätigung, dass keine solchen vorhanden sind, Löschen der Daten meines Vaters, Entschädigung

Antwort auf die Beschwerde vom 29.12.2014
E.ON Energie Deutschland GmbH

Abteilung: Kundenbetreuung

29.12.2014 | 09:34 Uhr

Sehr geehrter ReclaBoxler,

die Klärung Ihres Anliegens bedarf noch einiger Zeit. Wir bitten Sie um Geduld, das die Bearbeitung einige Tage in Anspruch nehmen kann. Gern setzen wir uns dann wieder mit Ihnen in Verbindung.

Freundliche Grüße

E.ON Energie Deutschland GmbH

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Wir haben zwei Schreiben von eon erhalten. Man habe jetzt "alles in Ordnung gebracht". "Zuviel berechnete Kosten" habe man gutgeschrieben. Den Gutschriftsbetrag werde man von der SCHLUSSRECHNUNG

Abziehen. Auf diese Rechnung bin ich gespannt.

Heute ging die angekündigte Schlussrechnung von eon ein. Das Vertragskonto sei ausgeglichen, da man meinem Vater den Grundpreis "erlasse", der dem gutgeschriebenen Betrag entspricht. Man habe wg. meines Eintrages hier den Vorgang noch einmal (?) geprüft und entschuldigt sich, dass man meinen Vater angemeldet hatte, so eon in einem Begleitschreiben.

Es sei nicht möglich zu stornieren, sondern nur 6 Wochen rückwirkend abzumelden. Daher das "Ende eines Vertrages" zum 8.11.2014, der nie abgeschlossen worden sein kann, wie ich oben beschrieben habe.

Als "Wiedergutmachung" hat man eine Shopping Card über 10 € beigelegt.

Leider kann ich immer noch nicht nachvollziehen, was diesen Vorgang ausgelöst hat, aber er scheint nun endlich abgeschlossen zu sein.