Was passieren kann, wenn man den "Service" dieser Bank in Anspruch nehmen möchte, um € 100,- ins Ausland zu transferieren:
Am 5. Januar ging ich mit dieser Absicht zu einer Postbankfiliale in München. Das Überweisungsformular wurde angenommen und um meine Reisepaß-Daten ergänzt; der Spaß kostete mich insgesamt € 114,95.
Am 6. Januar erfahre ich vom vorgesehenen Empfänger, daß die Auszahlung der € 100,- nicht möglich sei. Ein Anruf bei der Western-Union-Auskunft ergibt, ich (als Person) sei "gesperrt" und deshalb habe man den Betrag blockiert und zur Auszahlung nicht freigegeben. Ich solle am nächsten Tag zur Postbankfiliale gehen und mir die € 114,95 wieder auszahlen lassen.
Weshalb ich "gesperrt" sei, "könne" man mir aber "leider" nicht sagen. Eine "Sicherheitsabteilung" mit unbekannter Lokalisation hätte so entschieden. An diese könne ich mich nur mit einer Anfrage per E-Mail wenden.
Am 7. Januar gehe ich zur Postbank, um mir mein Geld wiederzuholen. Dort zahlt mir nach einer Wartezeit von exakt 75 Minuten (sic!) € 100,- aus. Auf die Auszahlung der restlichen € 14,95 müsse ich noch etwas länger warten. Weil mir 75 Minuten Wartezeit genug erscheinen, verlasse ich die Filiale mit dem Hinweis, mir das restliche Geld am folgenden Tag abzuholen.
Ein anschließender Anruf bei der Western-Union-Telefonauskunft fördert die Information zu Tage, man hätte mir den vollen Betrag auszahlen müssen, nicht aber gestückelt. Außerdem zeigt/heuchelt man mit vielen warmen Worten Verständnis für meinen Unmut über die Tatsache, daß man mir ja schon bei der Entgegennahme des Geldes hätte sagen können, daß ich aus welchen Gründen auch immer als Kunde gesperrt sei! Ich würde spätestens binnen 24-48 Stunden Antwort erhalten. Zu diesem Zweck läßt man sich meine E-Mail-Adresse und Telefonnummer geben.
Am 8. Januar begebe ich mich neuerlich zur Postbankfiliale, um die bislang einbehaltenen € 14,95 zu holen. Vor Ort erklärt mir der Mitarbeiter, die Auszahlung der € 14,95 könne er leider selbst nicht vornehmen, das müsse der Kollege machen, der den Überweisungsantrag angenommen habe, und der sei heute leider nicht anwesend.
Fassungslos verlasse ich die Filiale.
Die 48 Stunden vergehen, ohne daß sich irgendetwas geändert hätte. Geschweige habe ich die versprochene Antwort erhalten.
Ein letzter Anruf bei der Western-Union-Auskunft endet damit, daß sich die "Supervisor-In" am anderen Ende der Leitung weigert, mir Ihren Namen zu nennen. Es handele sich bei ihr entweder um "Frau Sophia" oder um "Operator-Nummer 348", das sei intern so geregelt. Nr. 348's Kollegin, Frau L., hatte damit komischerweise kein Problem. Jedenfalls solle ich mich mit meiner Beschwerde bezüglich der immer noch nicht ausbezahlten € 14,95 an die Hotline der Postbank wenden, seitens Western Union könne man mir da "leider" nicht helfen. Den Betrag könne man mir "leider" auch nicht ausbezahlen. Auch dann nicht, wenn ich meine Kontonummer bekannt gäbe. Auszahlen könne nur die Postbank (Sie erinnern sich - dort bekam ich nichts). Hinsichtlich meiner Beschwerde bzgl. der Sperrung als Kunde bei Western Union sagte mir Frau Nr. 348, sie könne im System sehen, daß ich noch keine Antwort erhalten habe. Das tue ihr "sehr leid".
Bestell-/Kundennummer: 0559434976
Meine Forderung an Western Union Deutschland:
Auszahlung der € 14,95 und Zusendung einer Flasche hochwertigen Schampuses inkl. Entschuldigungsschreiben
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 1
Entgegen der wortreichen Ankündigungen hat sich Western Union nicht wieder gemeldet. Die Geschäfts- und Finanzpraktiken dieses Unternehmens erscheinen mir dubios, intransparent und willkürlich. Abgesehen von den horrend hohen Gebühren spricht auch sonst nichts für WU. Auf Google finden sich bessere Alternativen (z. B. Bitcoins, damit kostet der Versand in jedes Land der Erde nur wenige Cents; dauert ca. 10 Min. - man sollte aber um die hohe Volalität des Bitcoins wissen).
Mittlerweile hat die Postbank zwei von drei Forderungen erfüllt. Die Flasche Champagner bleiben sie mir schuldig, aber damit kann ich leben.