Tischler möchte Arbeitslohn für nicht getätigte Arbeiten

Bau-und Möbel Tischlerei

Meine Tochter hat sich von einem Tischler ein Angebot über diverse Gewerke geben lassen.

Er bekam den Auftrag, einen Einbauschrank zu bauen. Dann kamen aber Kosten dazwischen, mit denen meine Tochter nicht gerechnet hatte. Sie stornierte den Auftrag.

Der Einbauschrank sollte ca. 2.200,- Euro kosten. Nach der Stornierung erhielt sie eine Rechnung über 400,- Euro, die für eine Zeichnung, ein Modell des Schrankes und die Bestellung und Stornierung der Beschläge sein soll.

Der Firma ist es aber nicht möglich, außer 1 Skizze, die sie angeblich aus dem Papierkob gefischt haben und wohl vor Ort gemacht wurde, etwas vorzuweisen. Die Ehefrau, die den Betrieb mit ihrem Mann leitet, meint, er hätte wohl alles aus Wut in den Ofen geschmissen.

Da frage ich mich natürlich, warum er das wirklich wichtige angeblich verbrannt hat.

Meine Tochter ist gewillt für eventuelle Arbeiten zu bezahlen, aber keine 400,- Euro. Sie hat versucht sich mit der Firma zu einigen, doch ohne Erfolg.

Ich möchte die Firma hier nicht nennen, da es sich um ein Familienunternehmen handelt und ich dieses nicht kompromittieren möchte.

Meine Forderung an Bau-und Möbel Tischlerei:

Eine Einigung, die Frage ist nur wie?

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Ich kann nicht beurteilen, wie viel Arbeit die Tischlerei in die vorbereitenden Arbeiten für den Bau eines Einbauschrankes gelegt hat, möchte aber meine eigenen Erfahrungen als Ehefrau eines selbstständigen Maurermeisters geben, der von Montag bis fast jeden Samstag auf der Baustelle ist und nur am Sonntag Zeit hat, Angebote, Rechnungen und anderen Bürokram zu machen.
Er macht seine Angebote kostenfrei für die Kunden, sitzt aber an manchen Angeboten mehrere Stunden, da die Kunden zu geizig sind, einen Architekten zu bezahlen. Dann rennen sie damit zu verschiedenen Bauunternehmen und lassen sich kostengünstigere Angebote machen (das geht, weil diese 1. keine Zeit mit einem Vorort-Termin und der Angebotsausarbeitung verschwendet haben, 2. meist keine "richtigen" Unternehmen sind, mit Mitarbeitern, für die u. a. Lohnnebenkosten anfallen und 3. meist keine Beiträge für eine Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft, Handwerkskammer, Innungsbeiträge, Betriebshaftpflichtversicherung etc. zahlen).
Wenn dann aber mal eine Position falsch ist, was passiert, weil man gar nicht alle Sachen vorher von außen sehen kann, dann wird groß rumgemotzt und über jeden Cent verhandelt (mein Mann arbeitet nicht bzw. sehr selten mit Nachträgen, was ja sonst in der Branche auch gerne gemacht wird).

Vielleicht ist diese Firma ein Innungsbetrieb, das findet man evtl. auf der Homepage des Unternehmens bzw. kann die entsprechende Tischlerinnung anfragen. Die Innungen sind auch gerne bei der Vermittlung zwischen Kunden und Innungsbetrieben behilflich. Oder sie fragen bei der entsprechenden Handwerkskammer an.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und hoffe, dass Ihre Tochter sich mit der Firma einigen kann.