Ein schöner Vorfall zum Thema "KUNDENSERVICE" der DHL.
In KW36 erhielt ich von der Deutschen Post ein Benachrichtigungsschreiben, das mit mitteilt, dass eine Sendung zur Verzollung in meinem zuständigen Zollamt Winnenden/Hertmannsweiler vorliegen würde. Ein Schreiben, wie es seit Jahren identisch zugestellt wird, wenn eine Sendung zur Verzollung eintrifft. In dem Schreiben wurde ich aufgefordert, entweder die Verzollung vorzunehmen, oder eine Postverzollung zu beauftragen. 1:1 wie in den ganzen vergangenen Jahren auch. Das Schreiben liegt mir vor, kann ich Ihnen gerne zur Verfügung stellen.
Wie in den Jahren zuvor, habe ich eine Postverzollung beauftragt, einen Service, der seit Jahren kostenlos war und in dem mir zugegangenen Schreiben keinerlei Kosten - weder groß noch im Kleingedruckten - genannt wurden.
Nun, gestern, erhielt ich ein weiteres Schreiben von der Deutschen Post, in dem ich aufgefordert werde, für die Postverzollung (im Tucha) schriftlich eine Beauftragung auszufüllen und zurück zu senden, damit verbunden 28,50 EUR für den Service der Postverzollung bezahlen zu müssen. Hiervon stand weder im ersten Schreiben, mit welchem ich die Postverzollung beauftragt habe, noch wurde ich sonstwie hierüber vorher informiert.
Nun liegt die Sendung in Tucha, auf Nachfrage hat man mir lapidar mitgeteilt, dass ich 3 Möglichkeiten hätte (Beauftragung ausfüllen und 28,50 EUR bezahlen, Annahme verweigern oder Frist von 20 Tagen verstreichen lassen).
Ich finde es eine Frechheit, dass die Deutsche Post nun im Nachhinein, nachdem ich den Service, der jahrelang kostenlos war, von mir eine Zahlung von 28,50 EUR für die Postverzollung fordert, ohne dies vorher mitgeteilt zu haben.
In Deutschland ist es meines Wissens nach verpflichtend, über Kosten einer Serviceleistung VOR der Beauftragung zu informieren. Und zwar da, wo es auch beauftragt wird. Also in dem ersten mir zugegangenen Benachrichtigungsschreiben! Eine Berechnung von Kosten NACH Beauftragung, ohne dass hierüber ausdrücklich VORHER informiert wurde, ist illegal.
Hätte man über die versteckten Kosten von 28,50 EUR bei der mir zugestellten Benachrichtigung bereits informiert, hätte ich die Verzollung selbst vorgenommen!