Vor ca. zehn Jahren habe ich eine Marke beim Patentamt registriert - und bekomme nun ein Schreiben, die Schutzdauer der Marke sei bereits im vorigen Dezember abgelaufen, ich könne sie aber gegen einen Zuschlag von 50 E auf den normalen Verlängerungspreis (750 E) erhalten.
Dieses Geschäftsgebaren scheint darauf ausgerichtet, Zusatzgebühren zu "erwirtschaften". Was stattdessen richtig wäre: Den Markeninhaber rechtzeitig an den Ablauf seiner Marke erinnern.
Auf diese Frage telefonisch angesprochen, wurde vom Sachbearbeiter lachend erklärt, dass sei "im Computer so programmiert". Nun ist die Aufgabe des Amtes ja nichts anderes, als das Register zu führen, die Recherche nach gültigen Marken ist nicht seine Sache.
Für welche andere Aufgabe als die Erinnerung an die Fristen existiert das Amt überhaupt? Es wäre dann wohl einfacher, die Behörde aufzulösen und auf ein rein computergesteuertes Verfahren umzustellen.