Sangria-Wein falsch berechnet

Ich habe heute bei Lidl in Brake eine Flasche Sangria-Wein gekauft. Der Karton kostet 6,00 €. Dann kostet eine Flasche 1,00 €, oder? Habe ich aber nicht bezahlt, sondern 1,29 €.

Das war nicht das erste mal. Das ist immer, wenn sie den Wein in Angebot haben. In dem Prospekt von richtig billig ist der Wein mit 1,00 € pro Flasche angegeben, musste trotzdem 1,29 € bezahlen. Wenn man nachfragt, wird man doof angemacht.

Das war auch schon so, als sie Hähnchenbein in Angebot hatten. Ich war um 8:00 Uhr da, da sagten sie mir, dass sie schon ausverkauft waren. Das kann und darf nicht angehen.

Meine Forderung an Lidl Dienstleistung:

Die 0,29 € bekomme ich erstattet

Firmen-Antwort ausstehend seit 16 Jahren, 303 Tagen und 5 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Wenn Sie das an der Kasse schon bemerkt haben und die Verkäuferin freundlich drauf hingewiesen haben, dann sollte es eigentlich kein Problem sein, den Preis zu korrigieren, oder die Ware dort zu lassen.

Ich habe mir neulich bei uns im Lidl die Suppenmaultaschen geholt. Nach dem Bezahlen stellte ich fest, daß nicht der ausgezeichnete Preis von 1,29 € berechnet wurde, sondern 2,79€. Ich habe das freundlich reklamiert und sofort den zuviel bezahlten Betrag zurückerhalten.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß das in anderen Märkten anders sein sollte. Ich vermute fast mal: so wie man in den Wald schreit, so hallt es zurück.

Die Sonderangebotspreise werden nicht gleich in die Kassen eingescannt. Damit läßt man sich immer ein bis zwei Tage Zeit. Dies wird nicht nur bei Lidl so praktiziert, sondern bei fast allen Discountern.

Man geht davon aus, dass kaum ein Kunde auf die Idee kommt, im täglichen Wirrwarr des Kassenbereichs auch noch seelenruhig den Kassenbon zu kontrollieren. Seien wir mal ehrlich, Einkaufen gehört doch schon zu den lästigeren Tagesgeschäften und die meisten von uns sind heilfroh, wenn wir den Supermarkt wieder hinter uns gelassen haben.

Und hier setzt eben die Strategie der Sonderangebote an:
1.) Kontrolle des Bons im Kassenbereich? Bei dem Menschenauflauf dort meistens unmöglich...
2.) Kontrolle des Bons zu Hause? Wer fährt schon wegen Cent-Beträgen zurück zum Supermarkt und reklamiert...
3.) Hartnäckige Kunden wie die Beschwerdeführerin sind sehr selten und gefährden die Umsatzstrategie nicht.

Unterm Strich also Umsatzsteigerung für den Supermarkt. Man kann es aber auch auf folgenden Nenner bringen: Sonderangebot = Volksverdummung.

@ Giuseppe Gorgonzola
Also, ich kontrolliere grundsätzlich meinen Kassenbon, sonst wäre es mir ja nicht aufgefallen, daß etwas nicht stimmt (siehe Re-posting)
Ich bin aber auch schon acht Tage später, als ich eh wieder zu Einkaufen bin, auf die Mitarbeiterin zugegangen und habe ihr erklärt, was nicht stimmt. Und ich sage es gerne nochmal, so wie man in den Wald schreit, so hallt es zurück. Einkaufsstress hin oder her, wer sich freundlich an die Mitarbeiter wendet, der bekommt zu 99%, was es will.

Gibt es irgend eine übergeordnete Stelle, an der man diese Praktiken melden kann? Bei Telekommunikationsunternehmen wäre es bspw. die Bundesnetzagentur.

Es ist schlicht und ergreifend so, dass der Preis von 6,-€ (1,-€ pro Flasche) nur bei der Abnahme eines ganzen Kartons gilt. Kauft man die Flasche einzeln, ist es eben teurer. Vollkommen normale, immer wieder, nicht nur von Lidl, angewandte Maßnahme. Ich weiß nicht, dass hier immer gleich so getan werden muss, als wenn uns alle Unternehmen nur abzocken und übers Ohr hauen wollen.