Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wurden Anfang Februar telefonisch darüber informiert, dass sich bei unserem derzeitigen Anbieter die Tarife für unseren Festnetzanschluss erhöhen. Die Dame gab an, dass wir durch einen einfachen Wechsel des Tarifs auch weiterhin zu den bisherigen Konditionen telefonieren könnten. In der festen Annahme, dass es sich hierbei um eine Vertreterin unseres derzeitigen Anbieters handelt, haben wir für den 15.02.2016 einen Termin mit ihr vereinbart.
Bei dem Termin am 15.02.2016 betrat die Vertreterin unsere Wohnung und erklärte uns sofort, wie wir die Sim-Karte des derzeitigen Anbieters aus dem Router entfernen und die neue Sim-Karte einsetzen. Zudem wurde uns erklärt, dass wir für die Inbetriebnahme der neuen Sim-Karte, den Router zunächst vom Strom trennen müssten, um sie dann neu zu starten. Beim Blick auf den Router dürfte der Vertreterin der Name unseres derzeitigen Anbieters sofort aufgefallen sein. Auch auf der zu Demonstrationszwecken herausgenommenen Sim-Karte stehen Name und Logo des Anbieters.
Die Dame ging daraufhin sofort dazu über, den neuen Vertrag auszufüllen. In der Tat sollte der neue Tarif monatlich auch 9,95 Euro kosten, so wie bei unserem derzeitigen Vertrag. Beim Blick auf das Vertragsformular ist uns dann aufgefallen, dass es sich hier nicht wie angenommen um einen Änderungsvertrag unseres derzeitigen Anbieters handelt, sondern um einen Neuvertrag bei Primastrom. Auf Nachfrage, wurde uns dann salopp mitgeteilt, dass es den Kunden doch egal sei, bei welchem Anbieter sie wären, hauptsache der Preis stimmt.
Weiterhin haben wir nachgefragt, um wieviel sich der Tarif bei unserem derzeitigen Anbieter erhöhen sollte. Darauf wurde uns geantwortet, dass unser derzeitiger Tarif von 9,95 Euro auf 30 Euro angehoben wird.
In dem guten Glauben, dass uns durch das Unterschreiben dieses Vertrags eine satte Tariferhöhung erspart bleiben würde, haben wir den Vertrag mit Primastrom unterschrieben.
Nun forderte die Vertreterin noch eine Barzahlung in Höhe von 10,00 Euro für die Aushändigung der Sim-Karte. Eine Quittung wollte sie uns dafür zunächst nicht aushändigen, da andere Kunden das auch nicht verlangen würden. Erst auf unser Drängen hin wurde uns eine Quittung ausgehändigt.
Nachdem die Vertreterin unsere Wohnung wieder verlassen hat, wurden wir dann doch stutzig ob der Glaubwürdigkeit ihrer Angaben. Wir haben daraufhin sofort bei unserem derzeitigen Anbieter angerufen. Diesem haben wir den Sachverhalt geschildert. Der Herr am Telefon hat uns zunächst versichert, dass es keine Tariferhöhung geben wird. Zudem wurde uns angeraten die Polizei einzuschalten, da es sich hier wohl um einen Betrug handeln würde. Immerhin kam der Vertrag unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zustande.
Wir haben daraufhin sofort einen Widerspruch bei Primastrom eingelegt.
Zudem haben wir die Vertreterin, die im Auftrag von Primastrom bei uns war, angerufen. Wir haben sie mit dem konfrontiert, was wir in unserem Gespräch mit unserem derzeitigen Anbieter erfahren hatten. Sie behauptete dabei unter anderem, dass sie in dem Gespräch niemals erwähnt hätte, dass es eine Erhöhung bei unserem derzeitigen Anbieter geben würde. Vielmehr will sie gesagt haben, dass es diese Erhöhung bei der Telekom geben würde. Später hat die Dame das Gespräch dann ganz einfach beendet, indem sie aufgelegt hat.
Am 02.03.2016 erhielten wir dann Post von Primastrom.
„…. in vorbezeichneter Angelegenheit nehmen wir Bezug auf Ihr Schreiben (Widerruf) vom 17.02.2016 und teilen Ihnen Folgendes mit:
Ihren Widerruf haben wir erhalten, müssen diesen jedoch zurückweisen.
Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund Ihres unterschriebenen Portierungsformulares bereits die Portierung Ihrer Rufnummer bei Ihrem alten Anbieter beauftragt haben. Eine Stornierung ist daher nicht möglich.
…. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass auch für uns bereits Aufwand und einhergehende Kosten entstanden sind…. “
Aufgrund dieses Schreibens haben wir wieder mit unserem derzeitigen Anbieter telefoniert. Dieser hat uns bestätigt, dass bei ihm noch keine Kündigung, und damit auch kein Auftrag zur Rufnummernportierung, eingegangen ist.
Da der Vertrag mit unlauteren Mitteln zustande gekommen ist, und wir daraufhin sofort einen Widerspruch eingelegt haben, muss diesem Widerruf auch entsprochen werden.
Wir hoffen, den Sachverhalt auf diese Weise, ohne weitere Schritte einleiten zu müssen, klären zu können.
Bestell-/Kundennummer: 8980817806
Meine Forderung an primastrom:
Sofortige Anerkennung des Widerrufs
Antwort auf die Beschwerde vom 08.03.2016
Sehr geehrte/r Reclaboxer/in,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Da uns zufriedene Kunden sehr am Herzen liegen, haben wir Ihre Beschwerde aufmerksam zur Kenntnis genommen und möchten uns vorab für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen.
Das von Ihnen beschriebene Verhalten der Vertriebspartnerin entspricht nicht unserer Unternehmenskultur und wir distanzieren uns ausdrücklich von entsprechenden Verkaufsmethoden. Wir möchten zudem anmerken, dass es sich bei Vertriebspartnern nicht um Mitarbeiter von uns handelt, sondern um selbstständige Unternehmer, die Produkte von verschiedenen Anbietern vertreiben. Auf die jeweilige Arbeitsweise der Vertriebspartner haben wir dementsprechend keinen direkten Einfluss.
Unabhängig davon haben wir den Sachverhalt nochmals geprüft und können den fristgerechten Eingang Ihres Widerrufs bestätigen. Wir haben den Auftrags daher umgehend storniert. Eine entsprechende schriftliche Bestätigung wird Sie in den nächsten Tage per Post erreichen.
Wir sind zuversichtlich die Angelegenheit damit zu Ihrer Zufriedenheit gelöst zu haben und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr primastrom Team!
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Der Widerruf wurde uns heute schriftlich bestätigt.