TK Maxx ist Hardcore

Düsseldorf

Da ich den Einzug der Textilhandelskette TK Maxx in Deutschland als Mitarbeiter über lange Zeit begleiten durfte, kann und muss ich allen in diesem Forum vorgebrachten Beschwerden zustimmen.

Weder als Kunde noch als Angestellte/r wird man von TK Maxx als "Mensch" betrachtet. Die Arbeitsverhältnissen entsprechen zwar nicht denen eines chinesichen Reisfeldes, aber als "normal" bzw. angemessen kann man sie deshalb noch lange nicht bezeichenen. Einkaufen bei TK Maxx ist anstrengend - arbeiten bei Tk Maxx ist viel mehr als das!

Arbeitszeiten bis 22.00 Uhr, körperlich harte Anstrengungen (Umbauten, Schleppereien, Marathon-Laufstrecken gehören zum Alltag) - zum "Dank" erhält man, neben einem lauen Lohn, eine halbjährige Beurteilung, die berechtigtermaßen gefürchtet und im Übrigen dem Mitarbeiter auch nicht ausgehändigt wird.

Druck, Druck, Druck - Stress, Stress, Stress. Und vom "gestressten" Kunden hört man dann noch: "Das geht aber auch freundlicher! Ich bezahl SIE schließlich!" Wo ist das nächste Reisfeld?

Meine Forderung an TK Maxx:

Anerkennung und mehr Lohn für TK-Maxx VerkäuferInnen

Firmen-Antwort ausstehend seit 15 Jahren, 362 Tagen und 13 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Warum wenden Sie sich nicht an die Gewerkschaft?

http://www.verdi.de/

Das dürfte effektiver sein, als die Box.

Kaufe seit Jahren nur bei TK Maxx ein, super Preise und grosse Auswahl, ausser an der Kasse habe ich nie einen TK Maxx Angestellten benoetigt. Wem der Job nicht gefaellt, kann doch immer noch bei McDoof Burger flippen.

Herr Walli, dann sind Sie also mitverantwortlich für Billiglöhne, prekäre Arbeitsverhältnisse und Kinderarbeit. Schönen Dank auch!

Kinderarbeit, Billigloehne?

Leider kann ja nicht jeder ein gut bezahlter Manager werden, irgend jemand muss ja auch Pizza und Hamburger fuer mich kochen und den Muell raus schleppen, ist doch nicht meine Schuld, dass jemand bei TK Maxx arbeitet und nicht happy ist.

Gebe Waldo Walli hier vollkommen recht. Immer dieses Genörgele. Alles ist so schlecht. Zwingt Sie denn jemand, bei TK Maxx zu arbeiten? Seien Sie doch lieber froh, überhaupt einen Job zu haben. Und wenn die Arbeitsbedingungen dermaßen unerträglich für Sie sind, dann können Sie sich immer noch nach etwas "besserem" umschauen.

Eine Gewerkschaft mit Betriebsrat würde den Laden sprengen. Das Arbeitsklima ist, nach meiner Empfindung, wohl sehr kalt und weit unter dem deutschen Niveau. Jeder muss wissen, wo er sein Geld ausgibt, und die Löhne sind wohl wie im Lebensmitteldiscount sehr bescheiden. Man verlässt deutsches Staatsgebiet, wenn man den Laden betritt, Kameraüberwachung in allen Gängen ect. So sind eben die Amerikaner bzw. Engländer. Es lebe die Globalisierung!

@ ReclaBoxler-1392253

Hier ist wohl jemand besonders schlau!
Man soll also dort arbeiten und immer schön den Mund halten oder sich was anderes suchen. Das ist ja auch so einfach.
Möchte ihn gern mal sehen, wenn er dort arbeiten würde und Mädchen für alles ist und sich dann auch noch von vielen Kunden anmeckern lassen muss.
Und wer hat hier behauptet, dass er daran Schuld sei? Einfach nur Bullshit.
Und von wegen Gewerkschaft, die wollen doch keine und wenn es raus käme, würde der Mitarbeiter oder mehrere Mitarbeiter schnell entlassen.

@ReclaBoxler-9025516
Das hat mit "besonders schlau" nichts zu tun, sondern einfach und alleine mit der Tatsache, dass egal wo man hinguckt, nur noch gejammert wird. Ich frage mich auch, was so schwer daran ist, sich eine andere Tätigkeit zu suchen. Bei TK Maxx sind Sie ja schließlich auch irgendwie untergekommen. Aber anstatt etwas an dieser für Sie so "unerträglichen" Situation zu ändern, wird eben lieber weiter gejammert. - Bravo!

Eine Freundin von mir arbeitete auch bei dieser Firma und nach allem, was sie erzählte, kann ich das hier nur bestätigen. Ich habe so manches Beispiel gehört (und fast täglich), das mich davon überzeugt, dass dort nur der Umsatz zählt, aber nicht der Mitarbeiter und letztlich auch nicht der Kunde. Kam die Freundin z. B. morgens zu früh, musste sie warten, bis sich eine "Managerin" bequemte, sie herein zu lassen. Kam sie beim nächsten Mal fünf Minuten später (aber immer noch rechtzeitig vor Arbeitsbeginn), dann war das zu spät, weil die "Managerin" bereits kurz vorher geöffnet hatte, um einige andere Mitarbeiter herein zu lassen (ich rede von 8 Uhr morgens, also noch lange vor der Öffnung für Kunden). Da die Freundin mit der Straßenbahn anreiste, konnte sie keine günstige Zeit einhalten und musste gezwungenermaßen immer zehn Minuten vor verschlossener Tür warten. Aber wehe, sie löste die Zeiterfassung aus und hatte noch ihren Mantel an, dann kam sofort eine "Managerin" angerannt und machte ihr klar, dass sie um eine Minute betrogen hätte. Während der Einrichtungsphase (der Laden war ganz neu) mussten aber alle bis in die Nacht bleiben, ohne dafür je ein Wort des Dankes oder der Anerkennung zu erfahren. Für einen verkaufsoffenen Sonntag mussten sich alle "freiwillig" melden, wer es nicht tat, wurde vor versammelter Mannschaft dazu aufgefordert. Das und vieles mehr. Ich werde dort sicher nie einkaufen, aber auch so wird irgendwann die schlechte Stimmung der Angestellten auf die Kunden durchschlagen. So kann man ein Unternehmen nicht führen, und ich wünsche denen auch, ehrlich gesagt, keinen Erfolg. Die Freundin ist dort wieder weg, das tut man sich nur an, wenn man keine Alternative hat.

Vielleicht noch eine Bemerkung zu ReclaBoxer 9025516:

Zitat: "Das hat mit "besonders schlau" nichts zu tun, sondern einfach und alleine mit der Tatsache, dass egal wo man hinguckt, nur noch gejammert wird."

Entschuldigung, aber warum sagen Sie nicht gleich, dass alle, die "jammern", also Missstände aufzeigen, weggehen sollen, bis nur noch eingeschüchterte Ja-Sager, die nach 1000 Bewerbungen endlich einen Job haben und den nicht riskieren wollen, zurückbleiben? Sieht so die Zukunft unseres Landes aus? Keine Ahnung, wo Sie bisher gearbeitet haben, aber es geht, das können Sie mir glauben, auch ganz anders. Und der schöne Nebeneffekt ist, dass zufriedene, ernst genommene, auch mal belohnte und gelobte Arbeitnehmer auf längere Sicht einen deutlich besseren Job machen. Weil sie mehr Spaß haben und weil ihre Firma ihnen am Herzen liegt. Stinkstiefel gibt es immer, aber das ist nicht die Mehrheit. Außerdem haben die meistens die Fähigkeit, so lange die Klappe zu halten und alles mitzumachen, bis sie nur noch schwer zu kündigen sind. Dann doch lieber von vornherein auf ein gutes Klima setzen, oder? Das ist für beide Seiten angenehmer und erfolgreicher.

Zitat: "Ich frage mich auch, was soooo schwer daran ist, sich eine andere Tätigkeit zu suchen, bei TK Maxx sind Sie ja schließlich auch irgendwie untergekommen. Aber anstatt etwas an dieser für Sie so "unerträglichen" Situation zu ändern, wird eben lieber weiter gejammert. -Bravo!"

Nun, das ist eben durchaus nicht so einfach. TK Maxx eröffnet gerade recht viele Läden. Bei uns haben sie wohl über 60 Leute eingestellt, alles nur Teilzeitkräfte. Dabei haben sie auch auf Leute zurückgegriffen, die seit längerem arbeitslos waren oder z. B. wegen Kindererziehung jahrelang nicht arbeiten wollten. Viele von denen waren sicher erleichtert, überhaupt etwas gefunden zu haben. Vielleicht liegt ja darin genau die Methode - solche Leute machen eben eher alles mit und jammern eben gerade nicht. Das kann aber nicht im Sinne der Allgemeinheit sein, denn Ausbeutung und Unterdrückung glaubten wir doch überwunden zu haben. Das Gebaren solcher Firmen deutet für mich aber auf eine Wende zum Schlechten hin. Die Überwachung in den Läden geht übrigens auch gegen die Kunden, die offenbar pauschal als potentielle Diebe betrachtet werden. Deshalb z. B. auch das merkwürdige System beim Anprobieren. Auch das ist für die Mitarbeiter unangenehm. Ein angenehmes Verhältnis zu den Kunden ist dort kaum möglich.

Bei uns hat so ein Laden aufgemacht und hat etwa 150 Leute eingestellt und geredet, wie wunderbar alles ist, und jetzt sind sie nach drei Monaten dabei und entlassen wie verrückt die Leute.

Ich habe bis heute auch bei tkmaxx gearbeitet, genau drei Monate. Dann haben sie gemerkt, dass der Umsatz nicht stimmt und wurde entlassen, von jetzt auf nun.
Sagen darf man auch nichts, einfach den Mund halten und im Akkord arbeiten. Und dafür bekommt man dann die Kündigung.
Man darf auch die Kunden nicht beraten, dann verliert man zu viel Zeit beim Aufräumen, was sehr kundenunfreundlich ist. Kein Wunder, wenn sich die selben beschweren.
PS. Übrigens bin ich nicht die einzige, die ihre Kündigung bekommen hat, ich weiß von 10 Leuten.

Ist das Geschäft zufällig in Hannover? Dann kenne ich die Probleme.

Nein, in Hamburg bergedorf, im Oktober neu eröffnet.

In Hannover auch im Oktober neu eröffnet und jetzt meine ich schon über zehn Leute entlassen. In Hannover läuft der Laden wohl überhaupt nicht. Immer wenn ich dort vorbei komme, gibt es keine Leute.

Wer das Wort Betriebsrat erwähnt, fliegt sofort raus. Da sind die knallhart. Im übrigen sind die der Meinung, jeder ist ersetzbar.
Wer da länger überleben will, muss freiwillig Überstunden machen. Aber auch dann gibt es keine Gewähr.

Also, in Köln am Neumarkt wurden 150 Leute zum August 2011 eingestellt, davon wurden zum November 2011 ca. 75-80 rausgeworfen, diese durften aber drei Stunden am Tag der Kündigung noch arbeiten kommen.
Danach wurde für die übrigen Mitarbeiter der Tag nur noch schlimmer, Akkord wird gearbeitet (bei Tk nennt man das BEST, Arbeiten nach Zeitvorgabe), wo eine Palette binnen 45 Minuten abzuarbeiten ist.
Zur Zeit kündigen die Mitarbeiter schon freiwillig, da die Storeleitung gewechselt hat und der neue Chef, den man eigentlich Sklaventreiber nennen müsste, meint, die Leute sollen schneller werden, der Umsatz in Köln müsse den Umsatz in Berlin (Einwohnerunterschied mal eben bei 2 Mio. Bürgern) schlagen.
Die Arbeiten sind bei Stundenlöhnen von 8,30 - 10 € brutto jenseits des machbaren. Die Manager in Köln hetzen gar die Mitarbeiter auf und horchen sie aus. Fragen im Krankheitsfall gehen so weit, dass man sich schon ein wenig wie zu Zeiten des Nationalsozialismus erinnert wird. Die einzige weibliche Floormanagerin ist hier mit Abstand die Schlimmste! Allein in der vergangenen Woche gab es in Köln wieder fünf freiwillige Kündigungen. Ich denke, das spricht dann für sich.
Zur Eröffnung in Bonn kann ich nur sagen, dass man mir zutrug, dass sogar gefeuerte Mitarbeiter wieder angerufen worden sind, ob sie nicht Lust hätten, dort wieder anzufangen.
Kauf woanders, auch wenn man es in dem Laden meist billiger ist, so was sollte man nicht unterstützen!

Zu denen, die hier "Klugscheissern": Als leitende Angestellte von TK Maxx solltet ihr nichts kommentieren, nur um euch selbst besser darzustellen, ihr seid das Salz in der Suppe. Kein Normaler würde das unterstützen!

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Nun irgendwann gibt es auch Konkurrenz für tkmaxx. Wie ich gehört habe, soll Primark überall in Deutschland neue stores eröffnen. Aber wie dem auch sei im Einzelhandel, ist es nun mal sehr stressig und man wird psychisch krank, würde ich sagen. Kein Beruf bzw Arbeit ist heutzutage gut genug für einen Menschen, außer man ist Milliardär. Aber es sollte auch nicht wie bei tkmaxx sein. In Akkord arbeiten ohne Akkord bezahlt zu werden, das ist nicht gut. Ich denke, wenn die Bezahlung gut wäre, würden auch die Mitarbeiter zufrieden sein. Hier sich zu beschweren genügt nicht. Geht zu "Verdi" und erkundigt euch mal gründlich, was da los ist. Oder beim Amt sich mal beschweren evtl. hilft das auch. Und wenn da noch mobbing mit bei sei, denn ist es schon schlimm, denke ich. Denn so sollte eine Arbeit nicht sein. Ich hoffe, ihr werdet eine Möglichkeit finden, dies ein Ende zu bereiten.

Leute, die noch nie bei TK MAXX gearbeitet haben, sollten sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, so wie unsere Freundin Ilse bilse. Teilweise kündigen neue Mitarbeiter nach nur drei Wochen, weil sie früh genug checken, wie es dort zugeht. Was den neuen Store Manager angeht, kann ich nur so viel sagen, dass er sich mal überlegen sollte, warum die ganzen Leute kündigen. Klar, wenn ich auch nur rumhitlern würde, und meine Mitarbeiter, oder sollte ich besser sagen SKLAVEN wie Dreck behandle, müsste ich mir noch nicht mal die Frage stellen, warum denn alle gehen. Jeder Mensch hat seine Ziele, nur ob man über Leichen gehen muss, um dieses Ziel zu erreichen? Um es mal ganz klar zu sagen, es gibt nur einen einzigen Manager im Laden, der es auch verdient hat, als Manager bezeichnet zu werden. Ich werde hier keine Namen veröffentlichen. Aber genau dieser Manager hätte es verdient, den Kölner Store zu leiten. Wie auch immer. Jeder Mensch fällt mal so ordentlich auf die Fresse. Der eine früher der andere später. Jeder ist ersetzbar. Gerade STORE MANAGER, die keine Ahnung haben, was eigentlich ihr Job ist. So, liebe Leute, ich werde mich jetzt mal wieder versuchen zu beruhigen, bevor ich noch anfange, im Strahl zu kotzen. Schönen Abend euch allen noch.