Abgesehen von defekter Marken Komputerhardware vor zwei Jahren (Gelderstattung hat funktioniert) folgender Fall:
23.12.2010, 14:00 Conrad Düsseldorf.
Ziel: Erwerb eines Toshiba NB250 Laptops als Geschenk.
Warum gerade Toshiba? Sonstige Geräte von mir stammen auch von Toshiba, sehr gute Lesbarkeit vom Display, gute Verarbeitung, alles für den vorgesehenen Einsatzbereich, gute Haptik, viel versprechende Akkulaufzeit und leicht und klein genug. Preis ist auch sehr gut. Die Auswahl an Konkurenzprodukten in besuchten Geschäften kann eindrucksmäßig nicht mithalten auch für ca. 100 Euro mehr. EEE PC zwar gut, aber keinen passenden gefunden.
Ich schreibe sehr ungerne Beschwerden und änliches, bin jedoch per Zufall krank, liege im Bett und habe Zeit, die ich beruflich nicht verwenden kann. Zu meiner Erkältung hat Conrad auch minimal was beigetragen, daher die Rache und vollgende Beschwerde:
Ich befinde mich vor den Laptopausstellungs Regalen. Ein Mitarbeiter stellt Laptop Neulieferung auf die Regale aus (kein hochkomplizierter Prozess). Ich frage (sehr höfflich, das bin ich immer), ob es eine Möglichkeit besteht, den Toshiba zu erwerben. Muss dreimal bitten, da der Mitarbeiter mich ignoriert.
Er war jung und hat während der weiteren Konversation sicher keine Schwierigkeiten mit dem Gehör. Endlich folgt die Antwort in einem sehr unhöflichen Ton: Das ist der letzte. Ich setze mit den Fragen fort, bekomme keine Antwort! Ich fühle mich, als müsste ich ihn bitten, paar Worte für den kleinen Kunden zu verlieren! Mir bleibt nichts anderes, als ihn bei der Arbeit zuzusehen. Die Filliale ist nicht wesentlich voller als sonst. Der weigert sich, einem weiteren Kunden den Preisunterschied zwischen zwei Netbooks zu erläutern. Die versuchen es ca. 4 Minuten lang und endlich wird erklärt, dass die aus unterschiedlichen Lieferungen sind, aber technisch bis auf die Frabe identisch und es sei dem Mitarbeiter egal, was der sonstiger Unterschied ist, die sollen den billigen nehmen.
Endlich gelingt es mir, seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich möchte das Austellungsstück haben, auch ohne Preisminderung. Jetzt werde ich ganz weit geschickt - ich soll mir irgendwo einen weiteren Mitarbeiter auftreiben (Schnappen Sie sich einen anderen). Hat lange gedauert. Der erklärt sich bereit, was an der Sache zu tun, nach kurzem Telefonat reduziert den Preis um 10 Euro und verlängert Garantie auf drei Jahre. Sehr nett. Leider findet keiner das dazugehörige Karton in der ganzen Abteilung.
Zwölf Minuten später ist der Karton da, man stellt aber fest, das Windows 7 auf dem Gerät ist gegen Kunden mit Passwort geschützt! Denn kennt aber kein Mensch. Die Telefonate mit Toshiba bringen auch nichts. (Wie soll es wohl gehen, bei einem in der Filliale für Windows7 gesetztem Passwort?) Irgendwann nach langem Studieren der Bedienungsanleitung versucht der Mitarbeiter, die Festplatte wiederherzustellen. Das dauert weitere neun Minuten.
Das Gerät hat kein Laufwerk, ich habe keine Lust, nach einem USB Laufwerk oder USB Stick mit ensprechender Software zu suchen. Es ist offensichtlich, dass auf der Festplatte im geschützten Bereich ein Image abgelegt ist. Dies steht sogar auf dem Karton. Durch eine Tastenkombination wird beim Booten ein Agent aufgerufen, der die Wiederherstellung bei dem Modell in ca. sieben Minuten erledigt. Die erfordeliche Tastenkombination finde ich sofort über Google! Dies allerdings schon zu Hause, weil die Wartezeit von 39 Minuten hat auch meine eiserne Geduld ausgeschopft und ich musste die Filliale verlassen.
Meine Arbeitsstunde (wesentlich komplizierter als Servicebereich) kostet zwischen 250 und 530 Euro. Ich bin bereit, bei der Abwicklung zu warten, aber nicht wegen ungeschulten Personals! Der zwar sehr nette und für den Komputerbereich ausgebildete Mitarbeiter eignet sich mit solchen Kenntissen leider nicht für die Arbeit an dieser Theke. Er hat auch nicht versucht, entsprechende Hilfe von den Kollegen zu bekommen. Und hat das Internet auch nicht als Hilfsmittel angesehen.
Vielleicht geht nicht in der Filliale wie viele andere Sachen dort. Anderer Mitarbeiter schafft es, den Kunden das gewünschte Gerät "einzudrehen". Er gibt dabei Antworten, die niemandem weiterbringen (von der digitalen Welt hat im Vergleich zu ihm jeder Schüler mehr Ahnung) und lacht sogar die Kunden aus. Dies ist wohl auch dann nicht zulässig, wenn er wenigstens ausreichende Kenntnisse im Bereich der PC Systeme gehabt hätte (Nehmen Sie mit, probieren Sie aus, ich kenne mich damit nicht aus).
Kunden sprachen Französisch, einer ausreichend Deutsch. Der Kauf wurde für jemandem in Frankreich als Geschenk getätigt. Ein Umtausch? Während er den gewünschten Netbook einrichtet (da auch frisch ausgepackt) reagiert er sehr scharf auf die Fragen der Kunden. Es handelte sich um das Medion Akoya E1011 Modell. Sehr fragwürdige Qualität (offensichtlich schlechter Display, noch keine LED Technick, älterer RAM Standard, ein für Mobilität ungeeigneter Prozessor, klapprige Tastatur, magere sonstige Austattung) und verdächtig niedriger Preis lässt wenig Hoffnung, dass jemand sonst auf das Gerät bei einem Preisunterschied von 40 Euro im Gegensatz zu Konkurenz zugreifen wird.
Dies ist nicht geschickt, die Gelegenheit zum Verkauf von dem Schrott nicht zu nutzen. Ich musste mich auf die Suche nach Alternativlösung machen. Ich wurde beim Saturn fundig. Für 10 Euro mehr konnte ich das Gerät problemlos mitnehmen.
Conrad hat schon früher für Ärger gesorgt. Modellbauabteilung hat mich zweimal falsch beraten, es fehlen ständig relativ gebräuchliche elektrische Bauelemente (kann ich noch verstehen), wird defekte Hardware verkauft, Preise an der Kasse stimmen nicht überein mit Regalpreisen. Und oft sehr hoch angesetzte Nase der Mitarbeiter beim Beraten. Ich wende mich doch an das Personal, um Auskunft zu bekommen, versuche dabei nicht bessere Kenntnisse zu beweisen und stelle wirklich notwendige Fragen.
Hiermit bitte ich nicht um Kompensation, sondern möchte die Besucher dieser Filliale davon warnen, die Komputerabteilung zu besuchen. Auch wegen Preisen!
Hoffe damit jemandem infortmiert zu haben!
Meine Forderung an Conrad Electronic:
Besser ausgebildetes Personal (fachlich und menschlich)
Antwort auf die Beschwerde vom 23.12.2010
Hallo und vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben uns ein Feedback zu geben. Denn vor allem mit Ihrer Hilfe ist es uns möglich unseren Service stetig zu verbessern. Vorab möchte ich mich bei Ihnen für den Aufwand und die Umstände, die Sie mit unserem Haus hatten entschuldigen. Sie haben recht, es ist wirklich nicht akzeptabel und in keinster Weise Stil unseres Hauses. Sie sind uns wichtig und wir möchten, dass Sie zufrieden sind. Selbstverständlich werde wir uns mit der Betreffenden Filiale in Verbindung setzen und diesen Vorfall diskutieren. Gerne würden wir Ihnen Conrad Electronic von einer anderen Seite präsentieren und Ihnen zeigen, dass wir auch anders können. Ich hoffe Sie geben uns hierfür auch in Zukunft die Chance. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in das Neue Jahr und würden uns freuen, Sie weiterhin als unseren Kunden begrüssen zu dürfen.
kommentare und trackbacks 5
Dieser Kommentar wurde entfernt.
@Moralapostel. Ihre Kommentare sind ja öfters daneben. Jetzt noch Conrad als Billigladen einzustufen, zeugt von Unwissen.
Trotzdem frohes Fest - ein Bastler.
Gehe davon aus, dass Ihnen in ihrem hoch dotierten Job beim Korrespondieren eine erfahrene Kraft zur Seite steht, den mit solch einer Grammatik kann man sich bestimmt keine goldene Nase verdienen.
Vielen Dank! Wünsche allen schöne Feiertage!
Ich verstehe nicht so ganz, wie die Leute sich auf die eine Passage in der Kritik aufgeilen, dass der Kritiker einen höheren Stundensatz hat. Okay, gehört hier vllt. nicht ganz so hin, aber es soll verdeutlichen, dass die Zeit, die man aufgrund inkompetentem Personals verschwendet, kostbar ist. Googelt mal Opportunitätskosten!
G. S. hat leider Recht, "Hauptsache billig" ist das Motto und wird uns noch weit hinunter reißen. Denn wegen Kundenfreundlichkeit und Servicequalität finden wohl keine Exporte aus Deutschland statt.