Beschädigtes Fahrrad – Hermes reagiert nicht auf Schadensmeldung

Hamburg

Am 10.12.2010 habe ich ein neues Fahrrad von einem Händler über Hermes in einer Hermes-Plastikhülle geschickt bekommen (Sendungsnummer 01337119832796) – der Rahmen, Lenker und Pedalhalter total verkratzt, der Sattel gerissen. Gemeldet am 12.12.2010, kommt am 14.12. eine Email von Hermes mit der Bitte um nähere Angaben zu Sendungsinhalt und Beschädigung.

Nach Besprechung mit dem Absender habe ich am 18.12. alle gewünschten Angaben nachgereicht - mit zahlreichen Bildern vom Schaden. Daraufhin kommt am 24.12. - Heiligabend - eine Email mit folgendem knappen Text: „Vielen Dank für Ihre E-Mail zum Auftrag 40336113153. Bitte senden Sie uns einen Kostenvoranschläge über die Höhe der Reparaturkosten.“ Das hätte man mir auch gleich sagen können.

Mit viel Mühe erhalte ich am 05.01.2011 diesen Kostenvoranschlag vom Absender und schicke diesen sofort per Email an Hermes.

Bis heute keine Reaktion. Drei Nachfragen bleiben unbeantwortet. Ist die Email überhaupt angekommen, wird der Schaden noch geprüft, wie lange muss ich noch warten – ich weiß es nicht.

Seit dem 10.12. ist kein Tag vergangen, an dem ich mich nicht um diese Angelegenheit kümmern musste – was aber auch am Absender liegt. Bleibe ich jetzt auf meinem kaputten Fahrrad sitzen?

Bestell-/Kundennummer: Auftragsnr. 000040336113153, Hermes Vorgangs-Nr.:2973874

Meine Forderung an Hermes Logistik Gruppe Deutschland:

303 Euro laut Kostenvoranschlag plus 39,90 Versandkosten

Antwort auf die Beschwerde vom 17.01.2011
Hermes Germany GmbH

Abteilung: Kundenservice

19.01.2011 | 09:22 Uhr

Sehr geehrter Kunde,

wir bedauern sehr, dass es Anlass zur Beanstandung unseres Services gab. Wir möchten Sie bitten, Ihre Reklamation per E-Mail an:

info-paket@hermes-europe.de

zu senden. Bitte geben Sie dabei Ihre vollständige Anschrift inklusive Rufnummer sowie die Auftragsnummer an. In die Betreffzeile bitte "ReclaBox ID: " eintragen.

Sobald uns Ihre Nachricht vorliegt, werden wir umgehend eine Klärung veranlassen.

Mit freundlichen Grüßen

Kundenservice

Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH

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Sie bestellen ein Fahrrad im Wert von weit über 500 Euro? Und der Verkäufer verschickt es nur in einer Hermes Fahrradverpackung? Das nenne ich mal mutig.
Bei so einem teuren Fahrrad hätte ich eine Verpackung aus Karton gewählt.
Ich gehe einfach mal davon aus, dass das Fahrrad über 500 Euro gekostet haben muss, sonst würde ja ein Sattel und ein paar Lackarbeiten nicht 300 Euro kosten.

1. Unzureichend verpackt.
2. Bei so einer Verpackung kontrolliert man den Zustand bei Übergabe, das ist möglich (Plastikhülle abheben geht schnell)
3. Stellen sie doch mal ein paar Bilder ein.

Also, das Fahrrad hat 303 Euro gekostet. Eine Lackierung ist teurer, also Totalschaden. Dann handelt es sich um eine original Hermes-Fahrrad-Verpackung und das Fahrrad wurde von einem Fahrradhändler abgeschickt.
Im übrigen hat der Nachbar das Fahrrad angenommen, ein Schaden war für ihn nicht zu erkennen.
Ich bin davon ausgegangen, dass für 40 Euro Versandkosten ordentlich mit den Sendungen umgegangen wird.

Haben sie das Fahrrad neu gekauft oder gebraucht?
Mit der Hermes Fahrradverpackung sind die beschriebenen Schäden eigentlich unmöglich, da alles bis auf den Lenker eigentlich geschützt ist. Oder war die Fahrradverpackung beschädigt?

Entschuldigen Sie bitte, aber da ich Sie nicht kenne, möchte ich weiteres nur direkt mit Hermes klären.
Das Paket ist versichert und der Verkäufer schwört, es war alles in Ordnung. Auch bin ich regelmäßig Kunde bei Hermes und habe diesem vertraut. Paketversendung ist Alltagsgeschäft. Und ich kann schlecht jedes Mal einen Privatdetektiv mit der Sendungsverfolgung beauftragen, um minutiös zu belegen, was die mit der Ware anstellen. Hier liegt auf jeden Fall massive Gewalteinwirkung von außen vor.

Ich habe gerade folgende Auskunft vom Verkäufer erhalten:

"Alle Räder, die mit der Versandhülle von Hermes ausgeliefert werden, werden bei mir ohne Verpackung abgeholt und ohne Verpackung in den Transporter "geschmissen"!

Die Räder werden dann erst an der nächsten Packstation von Hermes verpackt. Hermes kann sich gerne auch an mich wenden, um dies zu bestätigen."

Wenn der Verkäufer genau weiß, wie seine Räder behandelt werden, die er verschickt, warum sucht er sich kein anderes Unternehmen? Wenn ich sehen würde, wie Hermes meine Fahrräder behandelt, würde ich sofort die Geschäftsbeziehung zu Hermes beenden.
Aber jetzt haben sie ja die Probleme, denn der Verkäufer ist mit seinem ignoranten Verhalten aus dem Schneider. Er hat das Rad ordnungsgemäß übergeben, dass es danach wie Schrott behandelt wird, interessiert ihn offensichtlich nicht.
Dass Hermes langsam und inkompetent ist, ist ja offensichtlich, aber bei manchen Sachen sollte man sich halt überlegen, ob man sie nicht vor Ort kauft.

Ich denke, Hermes ist ab der Übernahme beim Verkäufer auch für die ordnungsgemäße Behandlung der Sendung verantwortlich. Wenn die Angaben des Verkäufers stimmen, müsste Hermes nach meiner Ansicht hier auch haften. Wenn der Verkäufer weiß, wie Hermes seine Ware behandelt, sollte er sich auch mal fragen, ob seine Einstellung in Ordnung ist, wenn er sich nicht dafür interessiert, wie die Räder behandelt werden. Hier kann ich meinem Vorredner nur zustimmen. Der Käufer kann nicht wissen, wie die Ware behandelt wird und zahlt hohe Versandkosten. Da sollte man davon ausgehen, dass die Ware auch ordentlich behandelt wird.

Ich habe gerade das "Urteil" von Hermes empfangen. Im Moment bleibt mir einfach die Luft weg, um das weiter zu kommentieren. Nur soviel: Hermes liegt eine Rechnung über ein neues Fahrrad vor und ich habe auch deutlich darauf hingewiesen:

Sehr geehrter Herr Neidinger,

vielen Dank für Ihre E-Mail zum Auftrag 40336113153.

Wir bedauern sehr, dass Sie Anlass zur Beanstandung unseres Services hatten.

Die von Ihnen eingereichten Unterlagen haben wir geprüft.

Wir werden nun eine Erstattung in Höhe von 35,00 € für den beschädigten Sattel veranlassen. Es handelt sich hierbei um eine reine Kulanzzahlung, da uns diesbezüglich ein Wertnachweis nicht vorliegt.

Grundsätzlich können wir allerdings Kratzer oder Schrammen nicht als Reklamation anerkennen, da es sich hier um normale Gebrauchsspuren handelt
und diese auf Grund des gebrauchten Zustandes unserem Transport nicht eindeutig zugeordnet werden können.

Wir überweisen den Betrag auf das angegebene Konto.

Wir entschuldigen uns nochmals für die entstandenen Unannehmlichkeiten und hoffen, dass Sie künftig mit den Leistungen unseres Hauses zufrieden sein werden.

Also, da bleibt sogar mir, als nicht Betroffene die Spucke weg. Die Stellungnahme von Hermes ist eine absolute Frechheit, und an Dreistigkeit wohl kaum zu übertreffen. -Nicht zu glauben so was.

Ich habe mit der ReclaBox-ID Widerspruch eingelegt - und schon kurz darauf einen Anruf von Hermes bekommen. Man erklärte mir mit feierlicher Stimme, dass man aufgrund der Länge des Vorgangs übersehen hätte, dass das Rad neu war.
Daher würde man mir jetzt den vollen Schaden in Höhe von 303 Euro ersetzen. Dies würde mir in Kürze schriftlich bestätigt. Ich werde noch den Geldeingang abwarten und dann diesen Fall als abgeschlossen melden.
Auf jeden Fall möchte ich mich bei H, R, ReclaBoxler-6714425 und allen anderen, die mir die Daumen gedrückt haben, bedanken. Und natürlich bei Reclabox.com, das wohl erst die Erstattung des Gesamtbetrages ermöglicht hat.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist gelöst.

Wurde der schaden bezahlt? Von Hermes habe gerade dass gleiche Problem nur dass das Fahrrad ohne Verpackung verschickt wurde obwohl dafür bezahlt worden ist

Wurde der schaden bezahlt? Von Hermes habe gerade dass gleiche Problem nur dass das Fahrrad ohne Verpackung verschickt wurde obwohl dafür bezahlt worden ist