Sehr geehrte Firma Rossmann,
zum wiederholten Male ist mir aufgefallen, dass in Ihrer Filiale 200 - Zigaretten und Wein an einen 12-jährigen Jungen verkauft wurden. Ich kenne dieses Kind und weiß, dass es aus einer Problemfamilie kommt. Gerade deswegen sollten Tabak und Alkohol nicht Jugendlichen verkauft werden.
Ich fragte die Verkäuferin, warum sie nicht nach dem Alter des Kindes fragte, als Antwort bekam ich zu hören, dass sie das Kind kennt und die Sachen für seine Eltern kauft. Tatsächlich aber habe ich das Kind schon selbst rauchen gesehen.
Ich bitte Sie doch darum, Ihre Verkäuferin diesbezüglich neu zu schulen, da ich sonst gezwungen bin, das Ordnungsamt einzuschalten.
Meine Forderung an Dirk Rossmann:
Kein Verkauf von Alkohol und Zigaretten an Jugendliche
Antwort auf die Beschwerde vom 29.05.2012
Sehr geehrte Kundin bzw. sehr geehrte Kunde,
für Ihren Hinweis bedanken wir uns sehr.
Selbstverständlich nehmen wir die gesetzliche Vorgabe, Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren den Verkauf von Weingetränken unseres Sortimentes oder unter 18-jährigen den Erwerb der bei uns erhältlichen Zigaretten zu verwehren, sehr ernst. Ob Kinder anderer Kunden unseren Mitarbeitern bekannt sind oder nicht, ist dabei völlig irrelevant. Jeder Kassenmitarbeiter verpflichtet sich mit seiner Unterschrift dazu, die vorgegebenen Regeln und Richtlinien einzuhalten. Daher sind wir über die Beschreibung Ihrer Beobachtung sehr überrascht.
Diesen Sachverhalt möchten wir selbstverständlich auch im eigenen Interesse sorgfältig aufklären und haben den Verantwortlichen für diese Verkaufsstelle über Ihre Beobachtung informiert.
Mit nochmaligem Dank für Ihren Hinweis verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen
Ihr Rossmann-Kundenservice
kommentare und trackbacks 10
Anzeige bei der Polizei oder beim zuständigen Ordnungsamt!
Sicher darf die Verkäuferin keine Zigaretten etc. an das Kind verkaufen. Aber seien Sie bitte auch nicht so naiv zu glauben, das diese Kids deswegen nicht mehr rauchen werden. In Problemfamilien ist es den Eltern nämlich oftmals egal, die Kids rauchen dort, die Eltern kümmern sich nicht bzw haben keinen Einfluss mehr auf das Kind. Außerdem kommen diese Kids so oder so an ihre Zigaretten, meist über die älteren Geschwister oder den Bruder eines Freundes aus der Schule, einem älteren Kumpel etc. Da sind Hopfen und Malz eh verloren.
Das ist keine Entschuldigung für die Verkäuferin. Nur weil die Kids deswegen nicht weniger rauchen. Deswegen muss es ihnen nicht einfacher gemacht werden, an Alkohol und Zigaretten zu kommen.
Die Mitarbeitern hat falsch gehandelt und gehört in meinen Augen gekündigt. Frechheit sowas.
Sie haben recht und ich würde gar nicht lange warten, um diese Beobachtungen zu melden! Natürlich wird dieser Jugendliche trotzdem trinken und rauchen- aber in solchen Läden sollte man Verantwortung übernehmen!
Dann melden Sie es doch, wenn Sie dadurch glücklich werden. Die Verkäuferin wird deshalb aber trotzdem nicht entlassen, sondern bekommt entweder einen Rüffel oder eine Abmahnung. Das Ihr immer sofort nach "Entlassung" schreit, ne ne ne. ohne Worte.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist gelöst
Ja genau, Kündigung. Ich kann mir auch keine Fehler auf meiner Arbeit erlauben und muss dann halt mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Das ist halt nun mal so. Es gibt genug Leute da draussen, die wissen, wie sie ihren Job richtig zu machen haben. Und grad bei so Sachen wie Alkohol und Zigaretten ist nun mal nicht zu spassen. Als Verkäuferin sollte man entsprechend richtig reagieren. Wenn man das nicht kann oder das sogar nicht so eng sieht, dann ist man fehl am Platze. Egal ob sich die Teenies ihren Stoff auch anderswo holen, man sollte es ihnen nicht noch einfach genug machen, indem man so einen Fehler der Verkäuferin einfach mal auf die leichte Schulter nimmt. Wo kommen wir denn da hin?
Wie wäre es gewesen die Verkäuferin direkt daran zu hindern? Ne ne lieber beschweren und hoffen das alle gekündigt werden. So ein Mist. Mal ehrlich keine frage das sie sich falsch verhalten hat aber wo Menschen arbeiten passieren fehler und auch die Verkäuferinnen von Rossmann sind Menschen.
@ReclaBoxler-7893134
Wenn Sie die Beschwerde richtig gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen das der BS versucht hat die Verkäuferin darin zu hindern, diese aber mit den Worten " die kenne ich " es trotzdem verkauft hat.
Bin ebenfalls der Meinung die VK sollte entlassen werden. Nicht etwa, weil sie einen Fehler gemacht hat, sondern weil sie dem Jugendlichen völlig bewußt Kippen & Alkohol verkauft hat. -Da kann man wohl kaum von einem Fehler sprechen.