Schlechte Behandlung der eigenen Mitarbeiter

Maxhütte-Haidhof

Ich habe vor kurzem mit meiner Freundin telefoniert und die hat mir eine Geschichte erzählt, die echt unmöglich ist.

Sie wurde vor etwa einem Jahr zum stellvertretendem ML befördert. Seit dem hat sie nur noch abgebaut. Sie hat mir erzählt, wie es im Moment abläuft.

Als sie in die neue Filiale kam, war die erste Zeit alles in Ordnung. Dann hat sie einen kleinen Fehler bei der Bestellung gemacht (ein Jogurt fehlte), seit dem wurde sie nur angeschrien, durfte keine Bestellungen mehr machen und keine Aufgaben, die zu ihrem Job dazu gehören. Dann hat sie mir nur erzählt, als Strafe musste sie dann sechs Tage die Woche arbeiten kommen von 5.45 Uhr - 17.00 Uhr jeden Tag.

Sie musste dann jeden Winkel des Ladens sauber machen. Die anderen Angestellten haben sich dahinter gestellt und haben ihr zugesehen und ihr gesagt, dass sie diesen kleinen Fleck und diesen kleinen Fleck übersehen hat. Sie kam nach Hause und war am Boden zerstört. Es sind noch mehr solcher Sachen vorgefallen, z.B. (da war ich selber zufällig vor Ort) wurde sie vor ihren Kunden angeschrien und 5 Minuten später hat der ML das Schreiben gefunden, was er selbst verlegt hat.

Jetzt vor Kurzem ist sie versetzt worden mit der Auskunft, dass sie in der neuen Filiale nochmal von vorn anfangen kann. Am ersten Tag wurde ihr eine Neue vorgestellt, die genau am selben Tag eingestellt wurde und dann für den Posten, den meine Freundin eigentlich machen sollte.

Daraufhin muss sie den dortigen ML gefragt haben müssen, ob sie denn hier dann nur an der Kasse sitzt oder auch anderes machen kann, weil sie wusste ja, wie es geht. Da gabs die Antwort, sie soll nur an die Kasse, da die Verkaufsleiterin ihr das so gesagt habe.

Ich habe echt Angst, meine Freundin ist total fertig. Sie ist nicht mehr die alte. Hätte ich nicht öfters durch einen Einkauf dort mitbekommen, wie sie behandelt wurde, hätte ich nie gedacht, dass man so menschenunwürdig mit jemandem umgehen kann.

Meine Forderung an Netto Marken-Discount:

Mehr Ansprechpartner für die Mitarbeiter und Versprochenes wenigstens in etwa einhalten

Firmen-Antwort ausstehend seit 13 Jahren, 350 Tagen und 15 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

SAMMELBESCHWERDE
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Was ich bei dieser Beschwerde nicht nachvolziehen kann ist:
A) Warum schreiben Sie für Ihre Freundin? Hören-Sagen kommt nie besonders gut an.
B) Warum lässt Ihre Freundin das mit sich machen?

@ReclaBoxler-9819823:
Vieleicht weil wenn sie selber hier Schreibt, das ihr sonst Gekündigt wird.
Daher hat eben der Freund übernommen.

@ReclaBoxler-4350225
Wenn man möchte das sich etwas ändert, muss man aus seinem Mauseloch rauskommen und sich der Sache stellen, sonst geht das ewig so weiter.
Und wie bereits erwähnt die Beschwerde fällt unter Hören-Sagen, ich denke nicht das diese auch nur annähernd ernst genommen wird.

Denke mal mit der großen Karriere bei Netto wird es wohl nun nichts mehr, da könnte man sich doch auch mal von der Gewerkschaft beraten lassen!

Was Sie hier schildern, ist leider in vielen Fällen Alltag im Einzelhandel. Da hilft nur noch ein Betriebsrat, der sich wirklich einsetzt (den die meisten Händler unterbinden wollen). Mobbing ist im Handel Alltag und da hilft selbst die Mitgliedschaft einer privaten Gewerkschaft nicht viel. Diese Schikanen lassen sich meist nicht oder nur schwer beweisen und meist machen auch die Kollegen da mit, so das man keine Zeugen hat, die für einen einstehen. Einzelhandel ist nur was für Hartgesottene, die sich nichts gefallen lassen oder eben alles dafür tun würden, die Karriereleiter hochzuklettern. Wer im Handel erfolgreich sein will, muss auf sein Privatleben verzichten und Freizeit gibt es gar keine. Er gehört der Firma, und nur der allein. Wer das nicht will und kann, sollte sich dauerhaft einen anderen Job oder eine humanere Firma suchen.

Einige Unternehmen bestellen zur Klärung, die betreffenden Personen in den Markt.
Wie wollen Sie, die Anonymietät Ihrer Freundin aufrecht erhalten?
Zur Lösung müssen immer alle Beteiligten, an einen Tisch und Änderungen werden nur vorgenommen, wenn man Auge um Auge; Zahn um Zahn mit den Verantwortlichen redet.
Ich kann Ihre Sorge sehr wohl verstehen, aber eine Lösung kann nur sein, mit Hilfe eines Betriebsrat zu aggieren.
Da Ihre Freundin nicht der Typ zu seien scheint, der seine Rechte auf "Teufel komm raus" durchboxen will und auch nicht damit klar kommen wird (verständlicher Weise) das "schwarze Schaf", des Unternehmens zu sein. Bleibt nur die Lösung, das Unternehmen auf Grund von Mobbing (mit Zeugen) zu verklagen und mit einer Abfindung zu gehen. Klingt bitter, weil man sich jahrelang für das Unternehmen aufgeopfert hat, aber ich glaube dort kriegt sie keinen Fuß mehr auf die Erde.
Auf ein Burn-out, sollte dies nicht hinauslaufen. Liebe Grüße

Das Problem ist, das viele Einzelhandelsbetriebe keinen Betriebsrat haben, geschweige denn zulassen, ferner Mitarbeiter rausmobben und ihnen versuchen zu kündigen, die einen solchen aufbauen wollen. Man hat somit keinen Ansprechpartner. Mobbing beweisen? Schwierig. Die Kollegen, die diese Dinge evt. bezeugen könnten, halten meist den Mund aus Angst das nächste Opfer zu sein. Andere Kollegen wollen einen guten Eindruck schinden und halten in solchen Fällen grundsätzlich zur Firma.

Ohne Betriebsrat sehe ich schwarz, eine Abfindung für eine Utopie. Die Filiallmitarbeiter werden alles abstreiten und immer behaupten, die betrieblichen Belange hätte diese oder jene Arbeiten erforderlich gemacht (wenn die betroffende Person bspw plötzlich nur noch an der Kasse sitzen soll, obwohl dies anders abgesprochen war). Das wird ein Nervenkrieg ohne Ende und am Ende verliert man so oder so- selbst wenn man juristisch doch gewinnen sollte. Daher würde ich auf jeden Fall den Betrieb wechseln, wenn es keinen Betriebsrat gibt.

Das ist ja nur noch heftig. Aber ich kenne das zu gut ich war auch Angestellte beim Netto und mir sind auch keine guten Sachen widerfahren