Transportschaden wird nicht reguliert

Hamburg

Wir haben bei einem Auktionshaus ein Bedienpult für eine CNC Maschine ersteigert. Dieses Bedienpult wurde per Hermes an uns versendet.

Das Bedienpult war in einer stabilen Kunststoffbox verpackt (Wandstärke ca. 3-4 mm). Alles war in der Box gegen verrutschen gesichert. Gepolstert war alles mit ca. 10 Lagen Wellpappe. Die Verpackung war absolut ausreichend für dieses Bedienpult. Wir gehen von einem Sturz aus größerer Höhe aus, welcher diesen Schaden verursacht haben könnte. Der Schaden ist auch erst beim Öffnen der Box aufgefallen, somit gab es auch keine Schadenkarte von dem Zusteller. Der Schaden wurde angemeldet.

Die Regulierung wurde mit folgender Begründung abgelehnt:

"Gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen muss das Transportgut ordnungsgemäß und bestimmungsgerecht verpackt sein. Da der Karton gemäß Ihren Angaben äußerlich offenbar unbeschädigt war, dürfen wir davon ausgehen, dass der Inhalt nicht ausreichend gegen äußerliche Einflüsse wie z. B. Erschütterungen geschützt/verpackt wurde. Daher können wir für Beschädigungen am Frachtgut keine Haftung übernehmen"

1. Ging es hier nicht um einen Karton, aber das scheint wohl ein "Standard-Ablehnungstext zu sein. Nur warum hat man zu der Verpackung dann nochmal um eine Detailbeschreibung angefordert.

2. Sitze ich nun auf einem Schaden von 500 €

Warum wird eine versicherter Versand angeboten, wenn so ein Schaden wie in diesem Fall nicht reguliert wird? Soll es wirklich soweit kommen, dass man nur noch dort Waren kaufen kann, wo nicht mit Hermes verschickt wird?

In meinem Betrieb ist auf jeden Fall Schluss mit Hermes! So etwas passiert einem nur einmal, auch wenn es vorher relativ problemlos lief.

Bestell-/Kundennummer: Sendungsnummer 09136119950064

Meine Forderung an Hermes Logistik-Gruppe Deutschland:

Regulierung des Transportschadens

Antwort auf die Beschwerde vom 11.09.2012
Hermes Germany GmbH

Abteilung: Kundenservice

11.09.2012 | 10:09 Uhr

Hallo Herr Dembski,

wir bedauern, dass Sie mit unserem Service unzufrieden waren. Gerne prüfen wir Ihre Anfrage nach der Haftungsübernahme erneut. Wir kommen nach Abschluß der Prüfung wieder auf Sie zu.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Hermes Kundenservice

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Das ist definitiv kein Transportschaden, hier muss ein spitzer Gegenstand in das Glas eingedrungen sein, das passiert nicht wenn ein Paket hinfällt.

Ja, stimmt. Dort ist ein Gegenstand eingeschlagen. Dazwischen lagen aber 10 Lagen Wellpappe.

Also wenn äußerlich und innendrin keine Schäden am und im Paket waren, sondern nur dass Gerät? Dann trifft Herme's aber keine Schuld sondern den Versender. Dann wird es bei denen beschädigt worden sein und entweder wurde beim Verpacken nicht drauf geachtet oder man wollte sie um 500€ erleichtern.

Die Beschädigung am Bedienpult stammt auf jedem Fall vom Transportweg. Die Spuren an der Wellpappe haben das ganz deutlich gezeigt. Der Schaden kann auch nur durch einen Sturz / Fall aus großer Höhe hervorgerufen worden sein. Das Pult und das Zubehör waren sehr gut gepolstert in einer Kunststoffbox. Wie schon gesagt 10 Lagen Wellpappe zwischen den Teilen. Wir versenden selber jeden Tag einige Pakete mit teilweise hochempfindlichen Geräten und wissen wovon wir reden

Ich versende auch jeden Tag hochempfindliche geräte und weiß was Sie meinen! Liegt meist daran, dass die tollen Lieferanten gerne die Pakete werfen. Wenn man es natürlich genau sieht dass es gestürzt ist, dann ergibt dass natürlich Sinn

Wenn Hermes Ihnen schriftlich bestätigt, dass die Versandverpackung nicht sachgemäß und ausreichend war, können Sie sich auch als Gewerbetreibender wegen des Schadensersatzes problemlos an den Versender wenden. Der war ja anscheinend verpflichtet, vor der Übergabe an den Paketdienst für ordentliche Verpackung zu sorgen.

Mal eine kleine Frage am Rande: Wird hier auch mal was gelesen bevor Kommentare abgegeben werden? Schön das sich hier so rege beteiligt wird, aber ich mein ja nur mal so.

Sollte dennoch außen nichts zu sehen sein an der Kunststoff Box, dann bezweifle ich, dass die Sendung aus einer Höhe gestürzt ist, denn Kunststoff würde man sehen wenn etwas abgeschürft wäre. Natürlich müsste ich dass Paket selber vor Augen haben um zu sagen was dort passiert wäre. Kann genauso sein, dass das Paket geworfen wurde und durch die erschütterung dass Display beschädigt wurde. Und dass ist keine behauptung dass ist Tatsache. Wenn etwas gut verpackt wurde, dann dürfte soetwas nicht passieren, vor allem wenn wie Sie sagen, dass dort 10 lagen Wellpappe drin war und es angeblich gut gepolstert war. Wäre es wirklich gut gepolstert dann kann sowas normalerweise nicht passieren. Ich weiß so etwas, da ich selber Touch Panel Pc's und so Display's verkaufe. Entweder war das Display vorher schon beschädigt oder es war an einer Stelle nicht gut gepolstert und wurde dadurch dass es geworfe wurde leider beschädigt. Immer Foto's machen wenn schäden aufkommen und Sie dem Lieferanten zeigen.

@Richard Schmidt: an Ihnen würde sich Hermes eine goldene Nase verdienen! Denn die Antwort von Hermes ist ein Standardtext von Hermes bei Schadensmeldungen und wen nur 9 von 10 das dann so akzeptieren, hat Hermes schon gut verdient. Mich würde mal interessieren wie eine Hermes knoforme Verpackung aussehen würde, aber ich behaupte, selbst Hermes würde das nicht hinbekommen!

Also wenn der Schaden ohne sichtbare Spuren am Karton passiert sein soll muss da schon ein Vorschaden bestanden haben.

Wahrscheinlicher ist aber das das Teil vom Versender genauso in den Karton gesteckt wurde.

Hier zieht das übliche Hermes bashing mal nicht. Ablehnung der Regulierung meiner Meinung nach absolut zurecht.

@ReclaBoxler-4117175: Sie haben als Sendungempfänger ohne Vertragsbeziehung zu Hermes schon mal in so einem Fall von Hermes einen Cent bekommen?

Warum sollte ich mich als Empfänger mit Hermes herumschlagen, die ohnehin nichts erstatten, wenn außen keine Schäden sichtbar sind und ich die klare Bestätigung habe, dass der Absender nicht ausreichend verpackt hat? Soll doch der Absender den Schadensersatz zahlen.

Das wird ja immer besser hier.

Da wird in den Raum gestellt das Transportschäden mit Vertragspartnern kulanter abgewickelt werden als mit denjenigen die nur mal so zwischendurch Hermes als Versanddienstleister nutzen? Das sollte man doch mal im Auge behalten.

Sehr interessant ist auch die Gewichtung der Aussagen. Wenn Hermes sagt die Verpackung war nicht konform ist automatisch der Versender verantwortlich? Ziemlich frech. Wer hat denn bitte festgelegt welche Aussage glaubwürdiger zu sein hat. Ist der Versender grundlegend derjenige der seinen Verpflichtungen in Form einer konformen Verpackung nicht nachkommt? Wenn das wirklich so sein sollte dann können sich alle Versanddienstleister ja in Zukunft die Versicherungsprämien sparen und bräuchten auch keinen versicherten Versand anbieten. Irgendwas scheint da wohl an mir und auch an vielen anderen vorbeigelaufen zu sein.

Es wurden ja nun auch in der Vergangenheit solche Fälle reguliert. Einer davon ist hier bei Reclabox zu finden.

Dass ist das was ich schon die ganze Zeit gesagt habe ;-)

Man merkt es :-)
Ich arbeite ja selber für ein Lager dass Hochwertige Industrie-Pc's verkauft. Da muss immer alles Tip Top verpackt werden, da die Lieferanten gerne mit Paketen werfen. ;-)

Dass liegt daran, weil die Boten unter einem enormen Zeitdruck stehen. Im Normalfall sollte man ein Paket, dass äußerliche Schäden schon aufweißt nicht annehmen. Aber wenn äußerlich nix defekt ist sondern nur innerlich sollte man zumindest die Schäden per Kamera festhalten und es reklamieren beim Versender.

Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht mit einem beschädigten Paket und den Boten darauf angesprochen, leider war er der Deutschen Sprache nicht mächtig. Es ist leider schon eine ziemliche Zumutung wie viele Lieferanten mittlerweile Arbeiten. Da fehlt einfach die Motivation, liegt aber auch daran, dass die Lieferanten einfach unterbezahlt sind. Nur wenn mane s aber so sieht, man sollte heut zu Tage froh sein, wenn man überhaupt einen festen Job hat und sein Geld verdient.

Man müsse an einer Plastik Box nämlich sehen wenn was gestürzt ist. Schrammen z. b!

Unglaublich, da wir einem nur schon Betrug nachgesagt oder zumindest angedeutet.

Und jedes Paket öffen und kontrollieren und der Bote wartet? Das funktioniert vielleicht wenn man 1 oder 2 Schachteln am Tag geliefert bekommt. In anderen Dimensionen geht das nun mal nicht. Welcher Fahrer bleibt schon bis zu 1 Stunde beim Kunden und wartet bis alle Pakete ausgepackt sind? Es ist auch nicht unbedingt die Zeit im Wareneingang alles sofort zu kontrollieren. So sieht die Praxis nun mal aus.

Wer hat eigentlich gesagt das die Kunststoffbox frisch mit schwarzem Klavierlack gestrichen wurde und keinen Kratzer zu sehen waren? Aber das mal nur so am Rande.

Ziemlich groß das öffentliche Interesse, nicht wahr? Oder bestehen hier Interessenkonflikte? Sollte der Ersteller der Rekla sich evtl. mal Gedanken machen ob hier nicht "Stimmung" gemacht wird. BTW 1 Rekla und über 130 Kommentare abgegeben fällt schon ein wenig auf, oder was meinen Sie Frau Sch.?

Ich hatte vor einiger zeit 80 Keramiktassen versendet, immer 2 in einem Packet, Stabiler Orginalkarton mit Luftfolie und. Die Hälfte mit Hermes die andere mit DHL. Und nun raten sie mal wieviel defekt ankamen mit Hermes! genau fast 70%, alle DHL Tassen waren ok

Auch da bekam ich die Aussage von Hermes das die Verpackung usw. erst nachdem ich Bilder geschickt, einen beweis für den Verpackungsweg und Bilder der Transportsicherungen in den Hermes Fahrzeugen verlangte (bzg. Ladungssicherung laut STZVO hatte und auf die DHL Lieferung verwies wurde Hermes ganz kleinlaut und erstattete alle Tassen.

Also dran bleiben und nicht auf falsche Verpackung abspeisen lassen, denn sonst müssten alle Sacehn im Panzerschrank versendet werden

Die Plastikscheibe sieht so vergilbt un spröde aus, als wäre das Gerät mindestens ein Vierteljahrhundert alt. Bricht die nicht schon vom Hingucken?