Keine Auskunft durch den Zusteller über Empfänger des Pakets

Hamburg

Sehr geehrter Zusteller von Hermes,

sehr geehrte Frau Anja H. vom Hermes Kundenservice,

gerne möchte ich mich noch einmal auf diesem Wege über die Frechheit Ihres Zustellers (Name leider unbekannt) und Ihren tollen "Kundenservice" beschweren.

Am letzten Mittwoch klingelte es an unserer Tür, mein Mann öffnete, es war Ihr Zusteller mit einem Paket in der Hand. Auf die Frage ihres Zustellers, ob mein Mann für das Paket unterschreiben würde, fragte mein Mann bei Ihrem Zusteller nach, für wen denn dieses Paket sei. Hierauf erhielt er die freche Antwort: "Für wen wohl, ich hab doch bei Ihnen geklingelt". Dies war für meinen Mann allerdings keine Aussage, denn oft genug klingeln Paketdienste auch bei uns, um ein Paket für unsere Nachbarn loszuwerden. Also nur weil es bei uns klingelt, heißt es noch lange nicht, dass dieses Paket auch für uns ist.

Nach dieser frechen Antwort fragte mein Mann nochmals nach, für wen denn dieses Paket sei. Hierauf die Antwort: "Unterschreiben Sie nun, oder nicht?"

Nachdem mein Mann dann gesagt hatte, dass er nicht für Pakete unterschreibt, von denen er nicht weiß, für wen sie bestimmt sind, zog der Zusteller motzend ab. ("So was hätte er ja noch nie erlebt.").

Als mein Mann mir dies dann erzählte, schaute ich gleich in der Sendungsverfolgung nach. Hier war das Paket doch tatsächlich als "Annahme verweigert" eingetragen und somit auf dem Weg zum Absender.

Was dies für mich bedeutet? Ich muss den Verkäufer kontaktieren und ihn bitten, das Paket nochmals zu versenden und was das Schlimmste ist, nochmals 5,50 Versandkosten bezahlen, denn der Verkäufer kann für die Launen des Hermes-Zustellers ja schließlich auch nix.

Im folgenden möchte ich dann noch gerne einmal den Schriftverkehr mit dem Kundenservice von Hermes hier einstellen. Die Reaktion auf meine Beschwerde-Email war echt ernüchternd. Es wurde nicht auf meine Frage eingegangen, wer mir denn nun die doppelten Versandkosten erstattet. Dass das Paket an den Absender zurückgeht, das wusste ich selber. Und dass ich mit dem Absender in Kontakt treten muss, um mir das Paket nochmals zuschicken zu lassen, das war mir auch klar.

Sehr geehrte Frau H.

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach den uns vorliegenden Informationen liegt Ihre Sendung leider nicht mehr zur Zustellung bereit.

Bitte setzen Sie sich mit Ihrem Versandhaus in Verbindung, um die Sendung ggf. erneut zu bestellen.

Mit freundlichen Grüßen Anja H. Kundenservice

Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH

----Ursprüngliche Nachricht----
Von:
Versanddatum: 15.12.2012 13:33

Betreff: E-Mail vom Kontaktformular auf myHermes.de

> Guten Tag,
>
> folgende Nachricht von "Frau H. " wurde über das Kontaktformular auf myHermes.de versendet.
>
>
>
> Originalnachricht:
>
> Anliegen
> Hauptthema: Reklamationen
> Unterthema: Schaden/Verlust
>

> Nachricht:
>
>
> Am 12.12.12 klingelte Ihr Zusteller (Name unbekannt) bei uns. Mein Lebensgefährte öffnete ihm. Ihr Zusteller fragte, ob mein Lebensgefährte für das Paket unterschreiben würde. Daraufhin fragte er, für wen dieses Paket bestimmt ist. Hierauf bekam er von Ihrem Zusteller keine Auskunft. Auch nach dreimaligem Nachfragen, für wen das Paket sei, bekam er keine Antwort. Deshalb verweigerte er die Annahme. Wer kommt jetzt für den Schaden auf, weil Ihr Zusteller keine Auskunft gibt? Ich bitte um Anruf.

Ich weiß, dass die Zusteller es sicherlich nicht einfach haben in Ihrem Job, dass sie einen enormen Zeitdruck, sicherlich viele unfreundliche Kunden am Tag und einen besch. Std.-Lohn haben. Aber bitte, liebe Zusteller, DAFÜR KANN ICH LEIDER AUCH NIX!

Dieser ganze Fall hat mich mittlerweile wieder etliche Minuten meiner kostbaren Zeit gekostet. Dieses hätte mit einer einfachen Auskunft (so wie es jeder andere Paketzusteller auch macht) über den Empfänger des Paketes vermieden werden können.

Sie haben nun einen unzufriedenen Kunden, wieder eine schlechten Eintrag im Internet und ein bisschen Personalkosten mehr für den Kundenservice.

Da sag ich nur: "Vielen Dank Hermes!"

Bestell-/Kundennummer: Hermes Vorgangsnummer: 8441975

Meine Forderung an Hermes Logistik-Gruppe Deutschland:

Erstattung der entstandenen doppelten Versandkosten über 5,50 €

Antwort auf die Beschwerde vom 18.12.2012
Hermes Germany GmbH

Abteilung: Kundenservice

18.12.2012 | 15:25 Uhr

Hallo ReclaBoxler-1970742,

wir bedauern, das Ihre Sendung nicht zugestellt werden konnte.

Schade, dass niemand auf die Idee kam, einen Blick auf den Adressaufkleber zu werfen.

Mit dem Zusteller wird intensiv über diesen Vorgang gesprochen.

Für eine Klärung senden Sie bitte eine E-Mail an

socialmedia@hermes-europe.de

Geben Sie in die Betreffzeile der Mail "Reclabox ID-57144" ein und teilen Sie uns dann bitte Ihre Adressdaten mit.

Vielen Dank

Ihr Hermes Kundenservice

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Hallo,

ZITAT User ReclaBoxler-1970742

Als mein Mann mir dies dann erzählte, schaute ich gleich in der Sendungsverfolgung nach. Hier war das Paket doch tatsächlich als "Annahme verweigert" eingetragen und somit auf dem Weg zum Absender.

ZITAT USER ReclaBoxler-1970742 ENDE

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mm, ist doch auch IHRERSEITS Komisch; Sie WISSEN (offensichtlich), das eine Lieferung an SIE unterwegs ist, es wird sogar nach dem MANN (Empfänger!) gefragt, und dann lehnen Sie die Annahme ab?

SPÄTESTENS, wenn es sich hierbei um eine "sehr private"
Zustellung handelt (z. B. FSK 18 Artikel, oder Medikamente)
hätten SIE doch mal über Ihre Handlungsweise nachdenken sollen.

Gruss

Diese Beschwerde über Hermes ist wohl mehr als NICHT angebracht! Im Gegenteil: Die Beschwerde sollten Sie eher an sich selbst richten!

Sie bestellen etwas, der Bote klingelt und Sie fragen allen ernstes, für wen das Paket sei? ?
Und selbst wenn nicht, können Sie ja wohl noch so freundlich sein, etwas für Ihre Nachbarn anzunehmen.

Anstatt hier die Versandkosten zurückzufordern, sollte Hermes Ihnen eher noch die zusätzliche Kosten in Rechnung stellen!

@ Beschwerdeführerin, aber ganz n. o.r. m. a. l sind Sie auch nicht, oder? Sie, bzw. Ihr Mann haben Ihre Antwort vom Zusteller erhalten. Aber nein, da muß man einen auf d. u.m. m und bockig machen und sich quer stellen. Diese Beschwerde ist absurd, und genauso lächerlich wie Ihr Verhalten dem Zusteller gegenüber. Ihnen sollte man für diese Frechheit das 10 fache an Versandkosten berechnen

Ich kann das Anliegen der Beschwerdeführerin nachvollziehen. Die Frage, für wen das Paket überhaupt ist, ist durchaus berechtigt und auch angebracht. Gerade weil manche Paketzusteller nicht nur bei den eigentlichen Empfänger klingeln.

Letztens kam bei uns sogar ein Paket für Mieter ins Haus, die inzwischen weggezogen waren. Wer da, ohne zu wissen, für wen das Paket ist, unterschreibt, hat dann noch mächtig die A-Karte gezogen.

Der Hermesbote hätte auf die Anfrage, für wen das Paket ist, antworten müssen. Und nicht einfach als "Annahme verweigert" buchen sollen.

@ReclaBoxler-2316328: Er hat doch drauf geantwortet.
Eben mit einer blöden Antwort auf eine noch blödere Frage.

Die Frage war nicht blöd. Wahrscheinlich sind diejenigen, die hier so rummosern, in keiner Mietgemeinschaft, wo man durchaus von Nachbarn auch die Pakete annimmt (Gegenseitige Hilfe), und Hermesboten übrigens sehr dankbar sind, wenn sie dann nicht nochmal antouren müssen, weil der eigentliche Empfänger nicht zu Hause ist. Wenn ich nicht weiß, für wen das Paket ist, und ich keine Antwort bekomme, die mir Auskunft über den Empfänger gibt, nehme ich es auch nicht an.

Mit einer Unterschrift übernimmt man auch eine gewisse Verantwortung für das Paket.

Allerdings habe ich so einen frechen Paketboten auch noch nicht erlebt.

Eben, selbst wenn das Paket nicht für die BF bestimmt gewesen wäre, kann man es annehmen, ohne so ein Fass aufzumachen.

Und wenn ich doch selbst etwas bestellt habe, dann ist doch wohl irgendwie klar, daß, wenn der Bote bei mir klingelt, das PaKET wohl auch für mich sein wird!

Bei aller weihnachtlichen Liebe, aber für diese Beschwerde kann ich kein Verständnis aufbringen!

Meine Güte, manche Kommentatoren sind mindestens genauso verpeilt wie die BF und Ihr Mann. Wie b. l.ö. d muss man eigentlich sein? Anstatt mal den Grips einzuschalten, und eventuell die Augen mit aufzumachen, hängt man sich an einem d. u.m.m. e.n Frage-Antwort Spielchen auf. Naja die Quittung haben Sie vom Zusteller ja -zurecht- bekommen :-)

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist gelöst

Hier noch einmal ein abschließendes Kommentar von der Dame die sich beschwert hat:

Einige Kommentatoren scheinen sich noch nie in Ihrem Leben damit beschäftigt zu haben, dass, wenn ich ein Paket für jemanden Fremdes annehme, für dieses Paket in der Haftung stehe. Das soll heißen, ist der Inhalt kaputt und ich habe das Paket vom Paketfahrer angenommen, hafte ich gegenüber dem Empfänger. Bei einem Laptop oder ähnlichem kann das dann schon mal mehrere hundert Euro betragen. Vielleicht mal mit den Deutschen Gesetzen auseinander setzen, dann wüsste man so etwas.

Desweiteren wurde von meinem Mann gerade das eBay-Konto gehackt. Dementsprechend waren Pakete auf dem Weg, die wir laut der Polizei auf keinen Fall entgegennehmen durften. Ich weiß nicht, was die anderen Kommentatoren in diesem Fall gemacht hätten? Fröhlich alle Pakete angenommen, die angekommen wären?

Ich nehme jederzeit gerne Pakete für meine Nachbarn an, da wir hier eine vertrauensvolle Hausgemeinschaft sind. Aber ich kenne Häuser, in denen ich für einige Nachbarn kein Paket annehmen würde. Und ich bin glaube ich auch nicht verflichtet, dies zu tun. Jeder andere Paketzusteller kommt die Treppe hoch und ruft mir schon entgegen für wen das Paket ist und ob ich es annehmen könnte. Warum geht dies trotz Nachfragen bei diesem Fahrer nicht? Denn schließlich würde ich ihm Arbeit ersparen, wenn er meinen Nachbarn nicht noch einmal anfahren müsste.

Das von meiner Seite zum Abschluss. Hermes hat den Fall zu meiner Zufriedenheit geklärt. Ich denke mal, nach dem Gespräch mit dem Fahrer, wird sich die Frechheit vom Fahrer für Hermes bestätigt haben. Ansonsten hätten Sie mich wahrscheinlich nicht so großzügig entschädigt.