Leider habe ich dieses Portal hier erst jetzt entdeckt ich hoffe aber, dass mir trotzdem noch jemand helfen kann.
Ich habe am 09.11.2010 ein Paket per Seefracht von Australien nach Deutschland verschickt, dieses dauert in der Regel 2-3 Monate. Nachdem Ende Februar noch kein Paket angekommen ist, habe ich bei der australischen Post einen Nachverfolgungsantrag gestellt. Nach langem hin- und her und vielen kostenpflichtigen Telefonaten mit der Hotline stellte sich dann heraus, dass mein Paket angeblich bereits am 13.01.2011 zugestellt wurde. Ich habe auch den Zustellungsbeleg erhalten, auf diesem war unsere Unterschrift absolut gefälscht! Ich habe zu dem Zeitpunkt in einer kleinen Straße in einer Kleinstadt gewohnt, wo jeder jeden kennt und die Nachbarn immer die Pakete annehmen. Somit wurde mein Paket wohl vom Fahrer unterschlagen.
Da ich noch im Ausland war, hat mein Vater bei Hermes nachgefragt und es kam immer nur die Antwort, dass er sich an den Versender wenden soll. Was natürlich keinen Sinn macht, da ich persönlich das Paket versendet habe, auch auf mehrmalige Nachfrage erhielt er immer nur dieselbe Antwort!
Da wir so nicht weitergekommen sind, bin ich direkt nachdem ich wieder in Deutschland war (Mai 2011) zur Polizei und habe eine Anzeige gegen den auf dem Ablieferungsbeleg genannten Mitarbeiter von Hermes wegen Urkundenfälschung gestellt. Daraufhin habe ich dann im September 2011 eine Rückmeldung der Staatsanwaltschaft erhalten, dass das Verfahren eingestellt wurde, da der Mitarbeiter zu dem Zeitpunkt noch nicht für Hermes gearbeitet hat. Was natürlich keinen Sinn macht, warum sollte dann der Name bereits darauf gestanden haben? Der Verdacht hatte sich dann auf einen anderen Mitarbeiter konkretisiert, wurde aber auch hier eingestellt, da dieser bezüglich anderer schwerer Straftaten bereits belangt wird und mein Fall nicht beträchtlich ins Gewicht fallen würde. Somit habe ich nichts erreichen können und bin immer noch sehr unzufrieden und enttäuscht.
Mein Paket hatte einen finanziellen Wert von ca. 190 €, allerdings waren sehr viele persönliche Sachen und Geschenke in dem Paket, die immer noch für mich einen großen Wert haben. Die Hoffnung habe ich daher immer noch nicht aufgegeben, dass mein Paket doch noch irgendwo ist und wieder auftaucht, es würde mir wahnsinnig viel bedeuten. Bisher habe ich weder eine Entschuldigung noch eine Entschädigung oder ähnliches von Hermes erhalten.
Natürlich habe ich noch alle Unterlagen (Ablieferungsbelege von Australien und Deutschland, Nachweis was in dem Paket war mit Kostenangabe, Dokumente der Polizei etc.) die diesen Fall betreffen. Falls diese benötigt werden um mein Problem zu lösen leite ich Ihnen diese gerne weiter.
Bestell-/Kundennummer: 95011124380020
Meine Forderung an Hermes Logistik-Gruppe Deutschland:
Mein unterschlagenes Paket oder zumindest eine Entschuldigung + Entschädigung!
Antwort auf die Beschwerde vom 21.12.2012
Hallo Reclaboxler-2325842,
Wir möchten Sie bitten, Ihre Reklamation per E-Mail an
socialmedia@hermes-europe.de
zu senden. Bitte geben Sie dabei Ihre vollständige Anschrift inklusive Rufnummer an.
In die Betreffzeile bitte "ReclaBox ID 57301" eintragen.
Sobald uns Ihre Nachricht vorliegt, werden wir umgehend eine Klärung veranlassen.
Vielen Dank
Ihr Hermes Kundenservice.
kommentare und trackbacks 3
Es ist wirklich peinlich, dass sich die Beschwerden über Hermes hier häufen.
Auch der vorliegende Fall, dass auf dem Ablieferbeleg eine Unterschrift steht, die aber nicht vom Empfänger ist, ist ja kein Einzelfall.
Anstatt dass Hermes hier Stellung bezieht, wie man diese Missstände endlich abstellen will, versucht man die Klärung per E-Mail unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Man ist ja versucht zu fragen, ob die Geschäftsführung überhaupt ein Interesse an einer ordentlichen Abwicklung ihrer Geschäft hat oder diese Missstände billigend in Kauf nimmt oder gar bewusst fördert, z. B. durch die Abrechnungsmodalitäten gegenüber den Fahrern.
Das ist nun mal der Stil von Hermes. Die haben damals allen festangestellten Fahrern angeboten, sich als Subunternehmer zu versuchen oder eben zu kündigen. So hat Hermes schon seit Jahren nur noch Fahrpersonal, welches die Paketshops anfährt. Und bei denen ist alles schön geregelt. Keine Überschreitung der gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten, bezahlter Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Das alles ist laut Satellitendepotbetreiber nicht möglich, weil Hermes zu wenig zahlt. Ich habe die letzte Woche vor Weihnachten bis Samstag abend 78 Std. (in Worten: ACHTUNDSIEBZIG) gearbeitet und sollte dann noch Sonntag fahren, wenn nicht, sollte ich dem Depotbetreiber doch bitte schriftlich den Grund meiner "Arbeitsverweigerung" mitteilen. Das ist Hermes bzw. das HERMES PRINZIP. Und so lange die sich nicht von dem "System der Scheinselbständigen" verabschieden, wird sich nichts ändern. Das Schlimme an der Sache: die machen ja laut der Gesetzeslage nichts illegales, also alles abgesegnet von oberster Stelle. Und die Beschwerden oder die Arbeitsbedingungen der Zusteller gehen denen am Allerwertesten vorbei. Eine frohes 2013 und für die Fa. Hermes noch mehr Profit durch die Ausbeutung der Zusteller!
Nachdem ich am 21.12.12 eine überraschend schnelle und freundliche E-Mail-Konversation mit Hermes hatte, wurde mir bestätigt, dass ich den finanziell entstandenen Schaden erstattet bekomme. Auch eine Entschuldigung habe ich endlich erhalten.
Das Geld ist heute auf meinem Konto eingegangen.