Urkundenfälschung und Diebstahl

Augsburg

Am 23.12 beschwerte ich mich bei einem Sportfachgeschäft aus Dettingen dass trotz Bezahlung am 15.12 eine Warensendung immer noch nicht bei uns angekommen war. Von Seiten des Sportfachhändlers erklärte man uns, die Sendung sei uns am 21.12. zugestellt worden. Als Beweis hat uns der Sportfachhändler den Ablieferungsnachweis von 2 Päckchen per mail geschickt.

Auf dem Ablieferungsnachweis war als "Ersatzempfänger" der Mädchenname meiner Frau vermerkt (der immernoch gemeinsam mit meinem Namen an der Haustüre steht, obwohl sie längst den gemeinsamen Familiennamen trägt) und eine gefälschte Unterschrift. Die beiden Päckchen waren natürlich nicht geliefert worden. Wir beide waren am 21.12 auch nicht zu Hause, sondern nachweislich im Ausland.

Es wurde also hier offenkundig eine Urkundenfälschung und ein Diebstahl durch den Packetboten von Hermes begangen. Am 24.12. meldeten wir den Fall bei Hermes (natürlich mit der bekannten 0900 - Nummer). Dort hiess es man müsse den Fahrer befragen. Nach erneuten Anrufen am 27.12. 28.12. und 29.12 an denen jeweils die gleiche Auskunft erteilt wurde, haben wir am 2.1. Strafanzeige wegen Urkundenfälschung und Diebstahl erstattet.

Es ist unbegreiflich, dass ein Unternehmen in Deutschland scheinbar ohne Konsequenzen Straftäter beschäftigen darf und sich dann auch noch einen Spass daraus macht Kunden zu veräppeln und zur Krönung noch Gebühren kassiert, wenn man die tolle Hotline anruft.

Am 3.1. erschien dann der Hermesbote, nachdem scheinbar von Polizeiseite Druck gemacht wurde und erklärte er sei von seiner Geschäftsführung dazu gezwungen worden Unterschriften und Namen zu fälschen - wo er die beiden Päckchen abgelegt hätte, daran könnte er sich nicht mehr erinnern. Wir seien ja nicht der einzigen Kunden. Natürlich hatte er keinen Lösungsvorschlag für das Problem - es sei halt schlecht gelaufen und wir hätten Pech gehabt, kann ja mal vorkommen.

Nun wir sind gespannt wie die Sache weitergeht - ich befürchte die Staatsanwaltschaft wird das Verfahren wegen Geringfügigkeit (wert waren ja insgesamt nur 200 €) einstellen, Hermes wird sich darauf rausreden dass wir ja nicht Vertragspartner waren und der Versender (Vertragspartner von Hermes) wird in der Sache auch nichts unternehmen, sodass wir auf 200 € Schaden, zig Euro telefonkosten, und dem Ärger sitzenbleiben werden. Ach ja in den Päckchen wären Weihnachtsgeschenke gewesen.

Bestell-/Kundennummer: 01353134843890 et al.

Meine Forderung an Hermes Logistik-Gruppe Deutschland:

Schadenersatz

Antwort auf die Beschwerde vom 04.01.2013
Hermes Germany GmbH

Abteilung: Kundenservice

04.01.2013 | 12:06 Uhr

Hallo Herr Schloter,

wir bitten sehr herzlich um Entschuldigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Ihrer Frau haben wir heute früh schon mitgeteilt, dass sich dieser Vorgang in Klärung befindet. Die verantwortlichen Stellen in der Niederlassung sind informiert.

Wir haben mit Ihrer Frau bereits vereinbart, dass wir Sie heute Nachmittag anrufen.

Ihr Hermes Kundenservice

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Nehmen sie auf KEINEN FALL die Anzeige zurück. Sie sind einer von ganz vielen der mittlerweile Strafanzeige erstattet hat und deswegen wird da sicher nichts eingestellt bei so vielen Betroffenen. Ich hoffe nur, dass endlich mal jemand in der Chefetage verhaftet wird. Denn so kann das nicht ewig weitergehen.
Lassen sie sich bloß nicht um den Finger wickeln, egal was die ihnen anbieten!

Es scheint leider bei den Paketdiensten immer mehr in Mode zu kommen, dass Pakete irgendwo abgeliefert werden, bei Nachbarn, vor Haustüren und der Bote irgendwas in seinem Gerät erfasst, aber nicht die Unterschrift des Adressaten.

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen und an Sie apellieren, die Anzeige keinesfalls zurückzuziehen.

Hermes gehört zu den am häufigsten negativ genannten Unternehmen hier. Eine Besserung scheint nicht in Sicht zu sein. Vielleicht hilft der Staatsanwalt auf dem Weg zu einer seriösen Unternehmensstruktur.

Eben, kann ja vorkommen, sie sind ja auch nicht der einzige kunde, der da am tag seine päckhen haben will. lustig lustig.

Na besonders lustig find ich den Kommentar des Hermes Kundenservice. erst wird man beklaut und dann entschuldigt sich der Dieb für die "Unanehmlichkeiten". wow ich hoffe nicht dass das in Deutschland Schule macht.

nein die Anzeige (insbesondere die wegen Urkundenfälschung) werde ich sicher nicht zurückziehen, insbesondere nach dem Anruf der Hermes Mitarbeiterin am Freitag nachmittag, die sich sogar geweigert hat mir den Schaden zu ersetzen, sondern meinte man würde den Fall mit dem Absender (dem ja gar kein Schaden entstanden ist, da ich die Ware im Voraus bezahlt hatte) diskutieren. Soviel Unverschämtheit muss man sich wirklich gönnen.

. Hermes hat nun eine First gesetzt bekommen den Schaden bis 11.1 zu begleichen, dann hat Hermes neben der Anzeige auch noch ein zivilrechtliches Verfahren am Hals. ich muss gestehen ich freu mich fast darauf, diese Leute vor Gericht mal persönlich zu erleben.

Dieses Unternehmen besteht scheinbar nur aus Dieben, Fälschern und Betrügern. das sog. Telefongespräch war ein Witz - man verweigert mir sogar den Schadenersatz!

Lieber Herr Iden

nachdem Sie bis heute nicht bereit waren Schadenersatz zu leisten haben ich soeben meine Strafanzeige erweitert (ursprünglich nur gegen den Fahrer) und eine weitere Strafanzeuge gegen Sie gestellt, da Sie ja von dem Fall wissen und zu keiner Regulierung bereit waren.

Tatvorwürfe sind:
Beihilfe zur Urkundenfälschung
Beihilfe zur Verletzung des Postgeheimnisses
Beihilfe zum Diebstahl
Betrug

Das entsprechende Aktenzeichen lautet BY1213-006994-12/3

Ich freue mich sehr freue Sie bei Gericht kennenzulernen, denn bei Strafprozessen herrscht Anwesenheitspflicht und da kann man sich nicht vertreten lassen :-)

Da Sie nicht bereit sind Schadenersatz zu leisten haben wir soeben auch die Klageschrift an das Amtsgericht in Hamberug auf den Weg gebracht. Nachdem die Taten vorsätzlich begangen wurden steht uns neben dem entstandenen Schaden auch ein Kostenersatz für unsere zeitlichen Aufwendungen etc zu. Zusätzlich werden Sie natürlich noch meine Anwaltskosten und die Gerichtskosten tragen müssen, sodass ein hübsches Sümmchen an Geld zusammenkommt. Aber Hermes hat ja ein gutes finanzielles Polster durch die vielen Diebstähle und die Gebühren die durch die hotline eingenommen werden, da werden Sie sich das schon leisten können oder?

MfG

Michael Schloter

Es wurden mehrere strafanzeigen gestellt