Ich arbeite in der Leipziger Straße in Berlin (Mitte). Was ich am Donnerstag (22.05.2008) in meiner Mittagspause gesehen habe, ist fast nicht zu glauben.
In der Seydelstraße (von der Leipziger abgehend) staute sich eine Schülergruppe, die von der Polizei daran gehindert wurde, vor das Gebäude der Schulverwaltung zu ziehen. Wie ich anderntags der Zeitung entnehmen konnte, lief die Kinderdemo unter dem Motto "Bildungsblockaden einreißen".
"Autos demolieren" wäre allerdings passender gewesen. Direkt vor den Augen der fast doppelt so großen und in voller Kampfmontur angetretenen Bereitschaftspolizisten, sprangen die Kids auf den Dächern zweier Autos herum.
Wenn am Marianenplatz am 1.Mai ein Mercedes angezündet wird, wundert sich wahrscheinlich nicht mal der Besitzer. Das ihre Autos an diesem Tag, in Armlänge von Bereitschaftspolizisten zerstört werden, war für die Halter sicher überraschend. Auf dem Heimweg habe ich mir die beiden Autos nochmal angesehen. Die Dächer und die Motorhauben waren total verbeult und zerkratzt. Ob die Versicherung für den Schaden aufkommt ist fraglich.
Meine Forderung an Bereitschaftspolizei Berlin:
Selbstanzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Sachbeschädigung durch Unterlassen (§ 13 i.V.m. § 303 StGB)
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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Polizisten sind eben auch nur Beamte. Und für die gilt: wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Insbesondere in Berlin. Jetzt mal Spaß beiseite. Was sich hier zugetragen hat, ist gelinde gesagt eine Riesensauerei. Wozu ist denn die Polizei eigentlich da? Daß manche Versagereltern die Erziehung Ihrer Kinder durch "alles ist erlaubt" komplett vergeigen ist schlimm. Auf der einen Seite: die Staatsmacht schaut weg, während unter Ihren Augen von ein paar pubertären Schülern Autos demoliert werden. Auf der anderen Seite: der normale Bürger soll Courage beweisen und zu Hilfe eilen, wenn irgendwelche Schläger Rentner verprügeln. Ja Leute, wo leben wir denn eigentlich?
Was passiert wäre, wenn die Kids auf den Dächern der Einsatzwagen herumgetrampelt wären, ist wohl jedem klar. So sind es schließlich ja nur "Kolateralschäden" und die Halter der Fahrzeuge haben eben Pech gehabt, dass wir in einem Staat wohnen, wo Polizisten besser Fahrradbeleuchtungen bei Schülern auf dem Schulweg kontrollieren können, als deren Ausschreitungen zu verhindern. Vielleicht sollte das Bildungsministerium tatsächlich mal darüber nachdenken, Bildungsblockaden einzureissen, damit unsere Jungend zukünftig zum Einen gebildet genug ist, um zu wissen, dass man fremdes Eigentum nicht zerstören darf und zum anderen, intelligent genug ist, um zu verstehen, dass solches Verhalten eher Antipathie als Sympathie bei den Bürgern hervorruft.
Haben Sie die Nummernschilder vielleicht aufgeschrieben? Die Halter der Fahrzeuge möchten sicherlich erfahren, wie es zu den Beulen und Kratzern auf ihren Autos kommen konnte.
Es handelte sich um einen blauen Opel Corsa und eine Mercedes 200, Nummerschilder hab ich leider nicht.
Ich sehe da genau zwei Polizisten. Da hätte ich auch nichts unternommen, wird der Mob ja noch wütender. Immer erst an die Eigensicherung denken und die Verhältnismäßigkeit wahren.
Selbstschuld, wer sein Wagen dort parkt. Und was kann die Polizei ausrichten?
Klar doch, man weiß ja uch vorher, wo der Mob herrent.