Unfreundliche Kassiererin verweigert Wechselgeldausgabe

Karlsruhe

Hallo liebe Leser,

ich möchte mich über einen Vorfall in unserer DM-Filiale in Weiden, Max-Reger-Straße 7, beschweren. Am 22.04.2016 war meine Mutter bei DM einkaufen. Es war schon Abend, eine Stunde vor dem Feierabend, eine Warteschlange stand an der Kasse und die Kassiererin hatte natürlich ordentlich zu tun, das hat sie allerdings weniger gestört, denn dabei hat die Dame noch mit der nächsten Kundin (eine Bekannte wahrscheinlich) gequatscht. Als meine Mutter ihr einen 10-Euro-Schein und noch 50 Cent gegeben hat (sie hat für 5,45 € eingekauft), hat diese Kassiererin meiner Mutter nur fünf Cent zurückgegeben. Als meine Mutter sie deswegen angesprochen hat, wo halt noch der 5-Euro-Schein übrig geblieben ist, erwiderte die Dame, dass sie von meiner Mutter 5,50 € bekommen hat.Und so ging das ganze Theater los.

Es wurde Filial-Leiterin gerufen, die hat die Kasse gesprerrt und die beiden Damen gingen nach hinten, um die Kasse zu zählen. Dann kamen sie raus mit der Antwort, es sind keine fünf Euro zu viel in der Kasse, dagegen haben sie sogar fast drei Euro im Minus auf einem ausgedruckten Kassenbon stehen! Es hätten also auch -8 Euro oder sogar -100 Euro sein können, was für ein Nachweis ist das denn! Wenn die Kasse schon mal nicht auf Null ist, dann hatten die schon im Laufe des Tages Fehler gemacht! Wenn meine Mutter in Unrecht gewesen wäre, dann sollte halt eine Null rauskommen, d. h. Bares minus das, was an der Ware rausgegeben wurde! Nach einer weiteren Auseinandersetzung wurde die Kasse noch mal gezählt, dies Mal deutlich schneller, ca. in 2 Minuten waren die Damen wieder zurück, mit der gleichen Antwort natürlich (wir bezweifeln daher, dass sie die Kasse noch mal tatsächlich gezählt haben, zu schnell wars). Da meine Mutter nicht nachlassen wollte, haben sie sich das Video angeschaut, erstmal ohne meine Mutter. Die Antwort war: es ist DEUTLICH zu sehen, dass meine Mutter Fünf-Euro-Schein gegeben hat! Dann musste meine Mutter darauf bestehen, ihr das Video zu zeigen. Es kam raus, auf einem Minibildschirm und in SChwarz-Weiß ist überhaupt nicht zu erkennen, was meine Mutter da gegeben hat, es hätte auch ein weißes Stück Papier sein können! Aber die Kassiererin wollte weiterhin nicht zugeben, einen Fehler gemacht zu haben, so musste meine Mutter die Filiale verlassen.

Zuhause war sie so aufgebracht, dass sie weinen musste. Erstmal war sie sich zu 100% sicher einen Zehn-Euro-Schein gegeben zu haben, weil sie schon seit einpaar Tagen NUR diesen einzelnen Geldschein als bares Geld in ihrer Geldtasche hatte (sie zahlt viel mit EC-Karte). Dann waren die Kassiererin und Filialleiterin ziemlich respektlos, klar haben sie "versucht" freundlich zu bleiben. Aber das ganze Theater hat sich vor den Augen anderer DM-Kunden abgespielt, sie haben meine Mutter gar nicht in ein separates Zimmer eingeladen, und dann wie sie mit ihr gesprochen haben, als wäre sie dement oder zurückgeblieben. Oder weil sie Ausländerin ist, ihr Deutsch reicht jedoch aus, um sich verständlich auszudrücken! Meine Mutter ist erst 58 Jahre alt und geht sehr achtsamt mit dem Geld um. Als sie dann noch zum Schluss gefragt hat, wie der/die Gebietsverantwortliche heißt, um sich zu beschweren, kam die Antwort, sie findet den Namen im Internet, na wie freundlich ist das denn! Interessanterweise stand auf dem Kassenzettel meiner Mutter genau der Geldbetrag, für den sie eingekauft hat, nicht einmal 5,50 und Rückgeld 5 Cent, was normalerweise stehen soll. Als hätte sie mit ihrer EC-Karte gezahlt. Die Filialleiterin meinte, dass ist immer so bei DM. Stimmt aber nicht, ich hab letzte Woche in der selben Filiale eingekauft und oh Wunder stand da gedruckt, für wieviel ich eingekauft, was ich in Bar gegeben und wieviel Wechselgeld ich zurückbekommen habe! Also noch eine Lüge wie mit dem Video!

Jetzt kommt noch die Fortsetzung. Im Internet haben wir natürlich keinen Namen des Gebietsleiters der Oberpfalz gefunden. Also hab ich mich direkt beim DM-Kundenservice beschwert. Die Kundenservice-Mitarbeiterin gab ihr Bestes, war aufmerksam und freundlich, hat die Beschwerde aufgenomen und mich versichert, dass ich innerhalb einer Woche von dem Gebietsleiter angerufen werde. Leider hab ich vergessen zu erwähnen, dass die Kassiererin bei der Geldannahme mit der nächsten Kundin gequatscht hat, sodass sie weder meine Mutter noch den Geldschein angeschaut hat.

Was dann rausgekommen ist, bereitet mir immer noch die mieseste Laune! Wir haben ein Schreiben bekommen. Angefertigt von einer gewissen Ansprechpartnerin, aber im Namen des Gebietsleiters und auch von IHR unterschrieben. Natürlich wurde es bedauert, dass sowas vorgefallen ist und blabla. Es wurde um Entschuldigung gebeten. Und dann der Satz, die Kasse wurde zwei mal kontrolliert und dann noch nach dem Feierabend die beiden Kassen und der Tresor oben drauf. und keine Differenz festgestellt! Wozu kontrolliert man noch andere Kasse und den Tresor? Es geht doch um die eine Kasse! Unter dem Kassentisch hätten sie noch nachschauen sollen! Und dann zum Schluss als kleines ENTGEGENKOMMEN (achten Sie auf die Wortwahl) übersenden die meiner Mutter ein Rabattheft mit der Hoffnung sie damit zufrieden zu stellen und als treue Kundin nicht zu verlieren!

Unsere Interpretation ist die folgende: auch der Gebietsleiter glaubt meiner Mutter nicht, verlässt sich auf die Kassenkontrolle und die Aussagen von der Kassiererin und Filialleiterin (ich vermute bei so kleinen Minusabweichungen wie -3 oder auch -10 Euro, ist die Kasse immer noch "Auf Null", also die Akzeptanzgrenze nicht überschritten). Damit meine Mutter ihre Klappe hält und weiter bei DM kauft, kriegt sie das Rabattheftlein und gut wars! Wir sind empört. Das blöde Rabattheft gehört zu einer gewöhnlichen verkaufsfördernden Aktion (hat meine Mutter auch schon mal bekommen) Eine Gratis-Tragetasche im Wert von einem Euro, 5% Nachlass und 5xPayback Punkte hätte sie bei ihrem NÄCHSTEN EINKAUF bekommen. Ja danke, wie großzügig! Wir hätten da schon etwas mehr erwartet, vor allem weil meine Mutter wirklich eine treue langjährige DM-Kundin war. Aus dem Schreiben ist klar abzulesen, dass meiner Mutter keiner geglaubt hat, das steht schon mal fest! Die Kassiererin und die Filialleiterin hätten sich auch entschuldigen können, zum Beispiel schriftlich und mit ihren eigenen Unterschriften, und ein Fünf-Euro-Gutschein wäre da angebracht. Dann hab ich noch erwartet, dass der Gebietsleiter mich wirklich telefonisch erreicht, wenn schon meine Handynummer verlangt wurde oder ZUMINDEST das Schreiben selbst anfertigt und unterschreibt, aber so viel Aufmerksamkeit für irgendwelche unbedeutende Kundin.er hat natürlich genügend wichtigere Sachen. Wenn der Gebietsleiter einpaar Minuten logisch nachdenken würde. Wer will sich in aller Öffentlichkeit blamieren, wenn man sich nicht sicher ist! Meiner Mutter war die ganze Sache äußerst peinlich, aber die Tatsache, dass die Kassiererin keine Sekunde an sich selbst gezweifelt hat, der ganze Umgang und noch die Lüge mit dem Videobeweis, all das hat sie auch so verärgert, dass sie nicht nachlassen wollte, weil sie im Recht war! Hätte meine Mutter noch weitere Geldscheine gehabt, hätte sie sofort an sich selbst gezweifelt und nicht weiterdiskutiert! Und auch wenn meine Mutter keine Zeugen und keine handfesten Beweise hatte. Einfach aus Respekt vor einer Kundin hätte man doch einen Fünf-Euro-Gutschein ausstellen können, das Unternehmen wäre dadurch nicht ärmer geworden. Dafür gibts jetzt zwei Familien weniger, die bei DM einkaufen und noch schlechte Mundpropaganda. Meine Freunde und Bekannte hab ich schon vor dieser unaufmerksamen DM-Kassiererin gewarnt.

Solche Fälle kennen wir schon aus unserem Bekanntenkreis, aber es geht nicht um DM-Filiale. Eine Bekannte hatte Glück, weil die Kassiererin ihren Fehler erkannt hatte und eine andere Bekannte hatte Glück, weil der Kunde hinter ihr bezeugen konnte, dass sie mehr gegeben hatte. Ich erwähne es nur, weil solche Fehler halt beim Kassieren passieren, wir sind alle Menschen und keine Computer und können versagen, man soll aber menschlich bleiben.

Meine Forderung an dm-drogerie markt:

Angemessene Erstattung und Entschuldigung

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Das ist wirklich übel Ihnen da passiert ist. Selbstverständlich geht Ihre Mutter sorgsam mit dem Geld um. Wer macht das heutzutage nicht? Und fünf Euro sind mittlerweile viel Geld. Dafür gibts zwei Liter Milch und ein Brot.
Was mich wundert, daß bei den Kassen bei DM anscheinend ein gewisses Minus toleriert wird. Wir sind ebenfalls Inhaber eines kleinen Einzelhandels und bei uns hat die Kasse abends exakt zu stimmen. Weist beispielsweise eine Kasse " nur" ein Minus von 50 cent auf, muss die Kasiererin dafür umgehend geradestehen. Denn dann hat sie entweder falsch rausgegeben, oder versucht ihr Gehalt aufzubessern. Befindet sich zuviel Geld in der Kasse gibt es ebenfalls Ärger. Dann wurde wahrscheinlich einem Kunden zu wenig rausgegeben. Die Ausrede " Trinkgeld" zählt nicht, denn Kassierinnen dürfen grundsätzlich kein privates Geld annehmen.

Des Weiteren sind die Kassen eh automatisch. Macht die Rechnung 9,99 und der Kunde zahlt mit 20,00 Euro, wird 9,99 gegeben 20,00 zurück 10,01 auf dem Kassenstreifen ausgewiesen. Die Kassen springen auch erst dann auf.

Überschuss in der Kasse lassen wir dann drei Werktage liegen, denn manchmnal melden sich Kunden dann noch, weil der Fehlbetrag erst zu Hause bei der Kontrolle der Finanzen bemerkt wurde.

Haben unsere Kassierinnen beispielsweise bei Arbeitsbeginn privates Geld in der Hosen- oder Kitteltasche, ist mir das vor Schichtbeginn anzuzeigen und wird auch bei Kassenschluss wieder kontrolliert.

Natürlich haben wir drastische Methoden, aber bei Kassen gehts nicht um gerade Taschengeld Beträge. Auch wir müssen uns für jede Differenz in der Kasse vor dem Finanzamt verantworten.

Ihnen empfehle ich vielleicht die Verbraucherzentrale einzuschalten. Zwar geht es hier " nur" um fünf Euro, aber wenn das pro Tag zehnmal passiert, sind das schon 50,00 Euro um die Kunden geprellt werden.

Diese Probleme könnten vermieden werden, wenn jeder Einkauf nur noch mit Kreditkarte oder EC-Karte bezahlt wird.

Ich möchte Ihnen dazu einmal folgendes sagen, ich kann verstehen, dass man sich sehr darüber ärgert, wenn einem zuwenig Wechselgeld rausgegeben wird, und man der Meinung ist, dass man sich in diesem Fall auf keinen Fall selber irren kann.

Das Problem ist nur, hier gibt es zwei Seiten und man kann praktisch nicht beweisen, wer sich hier geirrt hat!

Was mich an Ihrer Beschwerde ein wenig ärgert ist jedoch die Tatsache, dass Sie zu 100% ausschliessen, dass sich auch Ihre Mutter geirrt haben könnte und Sie den Mitarbeitern des dm-Marktes unterstellen, zu lügen oder gar zu betrügen. Das finde ich absolut nicht in Ordnung, denn es ist ja überhaupt nicht nachzuprüfen, wer sich hier nun geirrt hat.

Fakt ist, jeder Mensch, der selber mal im Einzelhandel gearbeitet hat wird bestätigen können, dass die Kasse nicht immer zu 100% stimmen kann, also sozusagen auf "0" ist, wenn man sie abrechnet. Das kommt zwar häufig vor, aber dennoch ist es ganz normal, dass am Abend mal etwas Geld in der Kasse fehlt oder zuviel drin ist. Das passiert recht häufig, vor allem in Geschäften mit einem starken Kundenandrang bzw einer hohen Kundenanzahl und damit einhergehend entsprechend vielen Kassiervorgängen. Wer etwas anderes behauptet, der hat schlichtweg keine Ahnung und Erfahrung im Einzelhandel oder hat nur in kleinen Läden mit wenig Kassiervorgängen gearbeitet.

Fakt ist auch, was soll die Kassiererin machen? Sie kann in so einem Fall wie in Ihrem, doch auch nur ihre Kasse abrechnen und das ganze ggf nochmals wiederholen. Was soll sie sonst noch tun? Erwarten Sie, dass sie Ihnen die 5. - Euro auch dann einfach so übergibt, selbst dann wenn die Kassenzählung etwas ganz anderes ergibt?

Und was soll der Vorgesetzte oder der Bezirks-/Gebietsleiter Ihrer Meinung nach tun? Ihnen das Geld einfach ersetzen? Er kann doch auch nur danach handeln, was anhand der Kassenzählung herausgekommen ist- anders ist es nicht möglich! Wie sollte es anders gehen? Was macht man zb bei größeren Geldbeträgen um die 50 Euro? Einfach ersetzen, auch wenn in der Kasse nur 20 Cent übrig sind und eben keine 50?

Würde er anders handeln, seinen Mitarbeitern in den Rücken fallen und grundsätzlich dem Kunden glauben-sorry, aber welche Firma handelt denn so?

Ich kann Ihnen aus langjähriger Erfahrung folgendes sagen. Ja, vielleicht hat Ihre Mutter Recht, aber vielleicht hat sie sich auch geirrt, denn auch das ist möglich!

Jeden Tag passiert es hundertfach, dass Kunden zu 100% der Meinung sind, dass sie mit einem ganz bestimmten Schein an der Kasse bezahlt haben, und zu wenig Wechselgeld bekommen haben. Und häufig passiert es auch, dass sie Stunden später merken, dass sie sich geirrt haben, dass zb noch woanders was gekauft und das ganz vergessen haben, oder der verlorene Schein findet sich später zu Hause oder im Seitenfach der Geldbörse, in der Hand-oder Jackentasche und und und

Sie sollten zumindest die Möglichkeit einkalkulieren, dass sich auch Ihre Mutter geirrt haben könnte. Denn alles andere ist reine Spekulation Ihrerseits und solange Sie keine Beweise haben, sollten Sie niemanden beschuldigen.